Neujahrsempfang 2020

Neujahrsansprache und Ehrungen für Bürger in Kleinrinderfeld

Am Sonntag, dem 12.01.2020, hatte die Gemeinde Kleinrinderfeld alle Bürgerinnen und Bürger des Dorfes zum Neujahrsempfang in den Großen Saal des Gemeindehauses geladen.

Nach der musikalischen Einleitung durch den Musikverein Kleinrinderfeld begrüßte die Erste Bürgermeisterin Eva Linsenbreder die Besucher.

Heute – begann Eva Linsenbreder ihre Rede – stehe ich zum letzten Mal bei einem Neujahrsempfang als Bürgermeisterin vor Ihnen. Anders als sonst, soll meine Ansprache diesmal nicht von Rückblick und Ausschau geprägt sein. Auch will ich keine Bilanz meiner Tätigkeit ziehen. Das überlasse ich anderen. Ich glaube auch nicht, dass früher alles schlechter oder besser gewesen ist. Aber vielleicht war früher manches leichter. Vielleicht gab es vor drei Jahrzehnten noch ein bisschen mehr Respekt im Umgang mit der politischen Klasse und vielleicht ein bisschen weniger „Bestellmentalität“ nach dem Motto: „Wenn du im Rathaus nicht sofort lieferst, was ich gestern online bestellt habe, werde ich Protestwähler!“. Fakt ist jedenfalls, dass jede Epoche neue Herausforderungen mit sich bringt. Fakt ist aber auch, dass wir alle Herausforderungen – und seien sie noch so groß – bewältigen können, wenn wir weiterhin zusammenstehen. Gemeinsam mit ihren Partnern aus den Ämtern, den helfenden Verbänden, den Freiwilligen und den Ehrenamtlichen wird diese, meine, unsere Gemeindeverwaltung das Morgen meistern. Das im Laufe der vielen Jahre geknüpfte Netzwerk mit seiner hohen Problemlösungskompetenz, dieses Miteinander als zentrales Element einer solidarischen Dorfgemeinschaft, erfüllt mich mit Stolz und macht mich gewiss, dass die kommende Generation den richtigen Weg für unser Dorf auch ohne mein Zutun oder meine Ratschläge finden wird. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen Glück, Gesundheit und Optimismus für die Zukunft. 

Ehrungen für herausragende Leistungen

Nun folgte die Ehrung der Personen, die im vergangenen Jahr Herausragendes leisteten oder sich um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht hatten.

Eingangs richtete die Erste Bürgermeisterin das Wort an Günther Borst und Andreas Borst: „Mit mehr als 100 bzw. 75 Blutspenden haben Sie zur Rettung unzähliger Menschenleben beigetragen. Ohne Mitbürger wie Sie könnte unser Gesundheitssystem nicht bestehen. Für Ihren selbstlosen und vorbildlichen Einsatz für unsere Gemeinschaft spreche ich Ihnen meine höchste Anerkennung aus.“

Anschließend würdigte Eva Linsenbreder die Verdienste, die sich Margit Gradl um den Rettungsdienst in Kleinrinderfeld erworben hat. Sie halten – fuhr die Erste Bürgermeisterin fort – der BRK-Bereitschaft Kleinrinderfeld nunmehr bereits seit über 50 Jahren die Treue. Ihrem idealistischen Engagement zum Wohle der Allgemeinheit zolle ich meinen höchsten Respekt. In Würdigung Ihre Verdienste darf ich Ihnen heute das Ehrenzeichen des Freistaates Bayern für 50jährige aktive Arbeit im Rettungsdienst überreichen.

Danach bat Eva Linsenbreder Willi Schirmer auf die Bühne. Seit mehr als 70 Jahren – so Eva Linsenbreder – gehört die Musik zu Ihrem Leben. Obgleich Sie knapp vor Ihrem 88sten Geburtstag stehen, sind Sie auch heute noch im Musikverein Kleinrinderfeld aktiv. Ich hoffe, dass Sie unser Orchester noch lange bereichern und bedanke mich für die vielen Jahre, in denen Sie uns mit Ihrem Instrumentenspiel erfreuten.

Sodann honorierte Eva Linsenbreder die Verdienste, die sich Roland Pechtl um das Musikwesen in Kleinrinderfeld erworben hat. Ohne Sie – erklärte die Erste Bürgermeisterin – gäbe es in unserem Ort kein Musikleben mehr. Als unsere alte Blaskapelle vor gut 20 Jahren siechend am Boden lag, haben Sie ihr wieder neues Leben eingehaucht. Dank Ihres Engagements feierte sie ihre Wiedergeburt in Form des Musikvereins Kleinrinderfeld. Mit einem modernen Repertoire konnten Sie viele junge Musikerinnen und Musiker dazugewinnen. Unter Ihrer Leitung wurde die „Swing & Brass Band“ aus Kleinrinderfeld eine feste Größe in unserem Landkreis, deren Konzerten regelmäßig viele Menschen weit über unser Dorf hinaus besuchen. Ihre Leistungen um das örtliche Musikwesen verdienen meinen höchsten Respekt. Hierfür darf ich Ihnen heute meinen allerbesten Dank aussprechen.

Den Kreis der zu Ehrenden beschließend, wendete sich Eva Linsenbreder nun an den Sprecher der Vereinsgemeinschaft Kleinrinderfeld, Edgar Zipprich: „In unserer Zeit wird bürgerschaftliches Engagement oftmals recht klein geschrieben. Nur noch Wenige sind bereit, sich für die Allgemeinheit zu engagieren. Deshalb ist es mir eine besondere Freude, heute eine Persönlichkeit zu ehren, die diesem bedenklichen Zeitgeist entschieden entgegentritt. Edgar Zipprich sieht, wo Hand angelegt werden muss und tut dies ohne großes Aufheben darüber zu machen. Er muss nicht erst unzählige Male gebeten werden. Er ist immer da, wenn er gebraucht wird. Ob als fleißiger Helfer bei gemeindlichen Vorhaben, als tatkräftiger Unterstützer unserer örtlichen Vereine oder als Nikolaus im Kindergarten und auf dem Weihnachtsmarkt. Stets können wir auf ihn bauen. Ich würde mir wünschen, dass wir mehr Bürgerinnen und Bürger von seinem Schlag hätten. Dann könnten wir manches Projekt sicherlich leichter stemmen. Mit seinem jahrzehntelangen, uneigennützigen, ehrenamtlichen Engagement ist er ein leuchtendes Beispiel für uns alle. Für seine großen Verdienste um unsere dörfliche Gemeinschaft gilt ihm mein höchster Respekt und mein herzlichster Dank.

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Heute – begann Eva Linsenbreder ihre Rede – stehe ich zum letzten Mal bei einem Neujahrsempfang als Bürgermeisterin vor Ihnen. Anders als sonst, soll meine Ansprache diesmal nicht von Rückblick und Ausschau geprägt sein. Auch will ich keine Bilanz meiner Tätigkeit ziehen. Das überlasse ich anderen. Ich glaube auch nicht, dass früher alles schlechter oder besser gewesen ist. Aber vielleicht war früher manches leichter. Vielleicht gab es vor drei Jahrzehnten noch ein bisschen mehr Respekt im Umgang mit der politischen Klasse und vielleicht ein bisschen weniger „Bestellmentalität“ nach dem Motto: „Wenn du im Rathaus nicht sofort lieferst, was ich gestern online bestellt habe, werde ich Protestwähler!“. Fakt ist jedenfalls, dass jede Epoche neue Herausforderungen mit sich bringt. Fakt ist aber auch, dass wir alle Herausforderungen – und seien sie noch so groß – bewältigen können, wenn wir weiterhin zusammenstehen. Gemeinsam mit ihren Partnern aus den Ämtern, den helfenden Verbänden, den Freiwilligen und den Ehrenamtlichen wird diese, meine, unsere Gemeindeverwaltung das Morgen meistern. Das im Laufe der vielen Jahre geknüpfte Netzwerk mit seiner hohen Problemlösungskompetenz, dieses Miteinander als zentrales Element einer solidarischen Dorfgemeinschaft, erfüllt mich mit Stolz und macht mich gewiss, dass die kommende Generation den richtigen Weg für unser Dorf auch ohne mein Zutun oder meine Ratschläge finden wird. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen Glück, Gesundheit und Optimismus für die Zukunft. 

Ehrungen für herausragende Leistungen

Nun folgte die Ehrung der Personen, die im vergangenen Jahr Herausragendes leisteten oder sich um das Gemeinwohl besonders verdient gemacht hatten.

Eingangs richtete die Erste Bürgermeisterin das Wort an Günther Borst und Andreas Borst: „Mit mehr als 100 bzw. 75 Blutspenden haben Sie zur Rettung unzähliger Menschenleben beigetragen. Ohne Mitbürger wie Sie könnte unser Gesundheitssystem nicht bestehen. Für Ihren selbstlosen und vorbildlichen Einsatz für unsere Gemeinschaft spreche ich Ihnen meine höchste Anerkennung aus.“

Anschließend würdigte Eva Linsenbreder die Verdienste, die sich Margit Gradl um den Rettungsdienst in Kleinrinderfeld erworben hat. Sie halten – fuhr die Erste Bürgermeisterin fort – der BRK-Bereitschaft Kleinrinderfeld nunmehr bereits seit über 50 Jahren die Treue. Ihrem idealistischen Engagement zum Wohle der Allgemeinheit zolle ich meinen höchsten Respekt. In Würdigung Ihre Verdienste darf ich Ihnen heute das Ehrenzeichen des Freistaates Bayern für 50jährige aktive Arbeit im Rettungsdienst überreichen.

Danach bat Eva Linsenbreder Willi Schirmer auf die Bühne. Seit mehr als 70 Jahren – so Eva Linsenbreder – gehört die Musik zu Ihrem Leben. Obgleich Sie knapp vor Ihrem 88sten Geburtstag stehen, sind Sie auch heute noch im Musikverein Kleinrinderfeld aktiv. Ich hoffe, dass Sie unser Orchester noch lange bereichern und bedanke mich für die vielen Jahre, in denen Sie uns mit Ihrem Instrumentenspiel erfreuten.

Sodann honorierte Eva Linsenbreder die Verdienste, die sich Roland Pechtl um das Musikwesen in Kleinrinderfeld erworben hat. Ohne Sie – erklärte die Erste Bürgermeisterin – gäbe es in unserem Ort kein Musikleben mehr. Als unsere alte Blaskapelle vor gut 20 Jahren siechend am Boden lag, haben Sie ihr wieder neues Leben eingehaucht. Dank Ihres Engagements feierte sie ihre Wiedergeburt in Form des Musikvereins Kleinrinderfeld. Mit einem modernen Repertoire konnten Sie viele junge Musikerinnen und Musiker dazugewinnen. Unter Ihrer Leitung wurde die „Swing & Brass Band“ aus Kleinrinderfeld eine feste Größe in unserem Landkreis, deren Konzerten regelmäßig viele Menschen weit über unser Dorf hinaus besuchen. Ihre Leistungen um das örtliche Musikwesen verdienen meinen höchsten Respekt. Hierfür darf ich Ihnen heute meinen allerbesten Dank aussprechen.

Den Kreis der zu Ehrenden beschließend, wendete sich Eva Linsenbreder nun an den Sprecher der Vereinsgemeinschaft Kleinrinderfeld, Edgar Zipprich: „In unserer Zeit wird bürgerschaftliches Engagement oftmals recht klein geschrieben. Nur noch Wenige sind bereit, sich für die Allgemeinheit zu engagieren. Deshalb ist es mir eine besondere Freude, heute eine Persönlichkeit zu ehren, die diesem bedenklichen Zeitgeist entschieden entgegentritt. Edgar Zipprich sieht, wo Hand angelegt werden muss und tut dies ohne großes Aufheben darüber zu machen. Er muss nicht erst unzählige Male gebeten werden. Er ist immer da, wenn er gebraucht wird. Ob als fleißiger Helfer bei gemeindlichen Vorhaben, als tatkräftiger Unterstützer unserer örtlichen Vereine oder als Nikolaus im Kindergarten und auf dem Weihnachtsmarkt. Stets können wir auf ihn bauen. Ich würde mir wünschen, dass wir mehr Bürgerinnen und Bürger von seinem Schlag hätten. Dann könnten wir manches Projekt sicherlich leichter stemmen. Mit seinem jahrzehntelangen, uneigennützigen, ehrenamtlichen Engagement ist er ein leuchtendes Beispiel für uns alle. Für seine großen Verdienste um unsere dörfliche Gemeinschaft gilt ihm mein höchster Respekt und mein herzlichster Dank.

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