Früh übt sich

Notfallmediziner des Uniklinikums Würzburg schulten Wiederbelebung am Vinzentinum

Bei einem Projekttag Anfang April dieses Jahres schulten Spezialisten des Uniklinikums Würzburg drei Klassen an der Würzburger Grund- und Mittelschule Vinzentinum in der Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Auf Initiative der privaten katholischen Grund- und Mittelschule Vinzentinum im Würzburger Stadtteil Grombühl organisierte das Uniklinikum Würzburg (UKW) am 5. April dieses Jahres einen Projekttag zum Thema Wiederbelebung. Unter den Schlagwörtern „Prüfen – Rufen – Drücken“ vermittelten vier Experten des Klinikums insgesamt 60 Schülerinnen und Schüler der dritten, vierten und fünften Jahrgangsstufen in ihren Klassenräumen die Kernfähigkeiten der Reanimation.

„Vor einigen Jahren hatten wir im Rahmen der Woche der Wiederbelebung ein solches Projekt mit dem Uniklinikum und das wollten wir unbedingt wiederholen“ beschreibt Rainer Stögbauer, Direktor des Vinzentinum, die Motivation der Schule.

Schüler/innen mit vollem Einsatz dabei

Prof. Dr. Thomas Wurmb, der Leiter der Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin am UKW, zeigt sich begeistert von den dabei gemachten Erfahrungen: „Schon die Achtjährigen haben die wesentlichen Zusammenhänge sofort verstanden. Sie waren aufmerksam und mit vollem Einsatz dabei.“ Diesen Eindruck bestätigt auch Nicole Kilian-Dürr, Klassenlehrerin der jüngsten Jahrgangsstufe: „Man hatte das Gefühl, die Kinder trauen es sich zu, in einer solchen Ausnahmesituation die ersten Maßnahmen einzuleiten“, so die Pädagogin.

Wichtig: Mut und Kenntnisse zur Herzdruckmassage fördern

Professor Wurmb sieht dieses Spezialtraining als hilfreiche Ergänzung zum weit verbreiteten und gut etablierten Erste-Hilfe-Schulungssystem der Hilfsorganisationen. „Um noch mehr Leben zu retten, müssen wir die Zahl der Menschen, die den Mut und die Kenntnisse haben, die Herzdruckmassage anzuwenden, in Deutschland noch weiter steigern. Gerade das Training bei den jüngeren Schulklassen hat hierbei erwiesenermaßen einen besonderen Langzeiteffekt.“ Durch eine optimale Laienreanimation kann die Überlebensrate der Betroffenen verdoppelt bis verdreifacht werden.

„Nach dem erfolgreichen Projekttag sind wir höchst motiviert, das Schulungsangebot weiter auszubauen“, betont Prof. Wurmb.

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Notfallmediziner des Uniklinikums Würzburg schulten Wiederbelebung am Vinzentinum

Bei einem Projekttag Anfang April dieses Jahres schulten Spezialisten des Uniklinikums Würzburg drei Klassen an der Würzburger Grund- und Mittelschule Vinzentinum in der Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Auf Initiative der privaten katholischen Grund- und Mittelschule Vinzentinum im Würzburger Stadtteil Grombühl organisierte das Uniklinikum Würzburg (UKW) am 5. April dieses Jahres einen Projekttag zum Thema Wiederbelebung. Unter den Schlagwörtern „Prüfen – Rufen – Drücken“ vermittelten vier Experten des Klinikums insgesamt 60 Schülerinnen und Schüler der dritten, vierten und fünften Jahrgangsstufen in ihren Klassenräumen die Kernfähigkeiten der Reanimation.

„Vor einigen Jahren hatten wir im Rahmen der Woche der Wiederbelebung ein solches Projekt mit dem Uniklinikum und das wollten wir unbedingt wiederholen“ beschreibt Rainer Stögbauer, Direktor des Vinzentinum, die Motivation der Schule.

Schüler/innen mit vollem Einsatz dabei

Prof. Dr. Thomas Wurmb, der Leiter der Sektion Notfall- und Katastrophenmedizin am UKW, zeigt sich begeistert von den dabei gemachten Erfahrungen: „Schon die Achtjährigen haben die wesentlichen Zusammenhänge sofort verstanden. Sie waren aufmerksam und mit vollem Einsatz dabei.“ Diesen Eindruck bestätigt auch Nicole Kilian-Dürr, Klassenlehrerin der jüngsten Jahrgangsstufe: „Man hatte das Gefühl, die Kinder trauen es sich zu, in einer solchen Ausnahmesituation die ersten Maßnahmen einzuleiten“, so die Pädagogin.

Wichtig: Mut und Kenntnisse zur Herzdruckmassage fördern

Professor Wurmb sieht dieses Spezialtraining als hilfreiche Ergänzung zum weit verbreiteten und gut etablierten Erste-Hilfe-Schulungssystem der Hilfsorganisationen. „Um noch mehr Leben zu retten, müssen wir die Zahl der Menschen, die den Mut und die Kenntnisse haben, die Herzdruckmassage anzuwenden, in Deutschland noch weiter steigern. Gerade das Training bei den jüngeren Schulklassen hat hierbei erwiesenermaßen einen besonderen Langzeiteffekt.“ Durch eine optimale Laienreanimation kann die Überlebensrate der Betroffenen verdoppelt bis verdreifacht werden.

„Nach dem erfolgreichen Projekttag sind wir höchst motiviert, das Schulungsangebot weiter auszubauen“, betont Prof. Wurmb.

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