IHK untersucht Akzeptanz

Nur schwache Zapflust an der Fördermittel-Punpe

Symbolbild;  Foto: PicLeidenschaft / iStock / thinkstock
Wie werden Förderprogramme in Mainfranken wahrgenommen? Dieser Frage geht eine neue Studie der IHK Würzburg-Schweinfurt nach – mit teilweise sehr unterschiedlichen Ergebnissen.

Die Untersuchung der IHK Würzburg-Schweinfurt förderte zum Teil gegensätzlich anmutende Ergebnisse zutage. Ein Blick ins Detail: Während die Region bei dem bayerischen Förderprogramm „Technologieorientierte Unternehmensgründungen” (BayTOU) oder der „Gamesförderung des FilmFernsehFonds Bayern“ über dem bayerischen Durchschnitt liegt, schneidet Mainfranken bei anderen Programmen wie dem „Innovationsgutschein Bayern“, deutlich unterdurchschnittlich ab.  

Auffällige Zurückhaltung bei Innovationsgutscheinen

So wurden im Untersuchungszeitraum 2016 bis 2018 beispielsweise nur 2,13 Anträge pro 100.000 Einwohner auf einen Innovationsgutschein Bayern gestellt, wohingegen im IHK-Bezirk Oberfranken für Bayreuth mit 10,33 Anträgen pro 100.000 Einwohner deutlich mehr Anträge gestellt wurden. Auch im bayerischen Durschnitt liege der IHK-Bezirk Mainfranken mit 4,99 Anträgen pro 100.000 Einwohner deutlich unter dem Durchschnitt, erläutert Frank Albert, Referent für Innovation, Technologie und Fördermittel bei der IHK Würzburg-Schweinfurt. Bei Förderprogrammen wie dem „Digitalbonus.Bayern“ oder dem „Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ liege Mainfranken hingegen im bayerischen Schnitt.  

Nicht-rückzahlbare Zuschüsse möglich  

„Regionale Firmen nehmen Fördermittel insgesamt betrachtet nur unzureichend in Anspruch“, so Oliver Freitag, Bereichsleiter Innovation und Umwelt bei der IHK. Im Vergleich falle auf, dass Unternehmen anderer Regionen, etwa aus Oberfranken oder aus Schwaben, deutlich aktiver bei der Antragstellung und Nutzung staatlicher Förderprogramme seien. Auch bei Bundesprogrammen wie „go-digital“ sei der Mittelabruf mainfränkischer Unternehmen ausbaufähig. „Dies gilt jedoch auch für ganz Bayern“, erklärt Freitag. Bayern liege bei diesem Förderprogramm deutlich unter dem Bundesdurchschnitt und rangiere neben Schleswig-Holstein und Hessen auf den letzten Plätzen – gemessen an bewilligten Anträgen pro 100.000 Einwohner.  

Vielversprechende Schubwirkung für Innovation

„Wir ermuntern unsere Mitgliedsbetriebe bei Fördermittelveranstaltungen und -sprechtagen, sich regelmäßig vor Beginn neuer Projekte mit der Fördermittelthematik auseinanderzusetzen“, so Freitag weiter. Gerade bei den Zuschussprogrammen könne eine finanzielle Unterstützung in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse eine vielversprechende Möglichkeit sein, um Innovationen zu realisieren, neue Produkte zu entwickeln und diese am Markt bereitstellen zu können.   Insgesamt hat die IHK zehn Förderprogramme näher betrachtet und die Daten mit den anderen acht Kammerbezirken in Bayern verglichen. Die Fördermittelstudie ist in dieser Form einmalig in Bayern. Förderprogramme bilden ein wichtiges Fundament staatlicher Wirtschaftspolitik auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene. Sie sollen das unternehmerische Risiko minimieren und die Investitionstätigkeit der Wirtschaft unterstützen.

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Nicht-rückzahlbare Zuschüsse möglich  

„Regionale Firmen nehmen Fördermittel insgesamt betrachtet nur unzureichend in Anspruch“, so Oliver Freitag, Bereichsleiter Innovation und Umwelt bei der IHK. Im Vergleich falle auf, dass Unternehmen anderer Regionen, etwa aus Oberfranken oder aus Schwaben, deutlich aktiver bei der Antragstellung und Nutzung staatlicher Förderprogramme seien. Auch bei Bundesprogrammen wie „go-digital“ sei der Mittelabruf mainfränkischer Unternehmen ausbaufähig. „Dies gilt jedoch auch für ganz Bayern“, erklärt Freitag. Bayern liege bei diesem Förderprogramm deutlich unter dem Bundesdurchschnitt und rangiere neben Schleswig-Holstein und Hessen auf den letzten Plätzen – gemessen an bewilligten Anträgen pro 100.000 Einwohner.  

Vielversprechende Schubwirkung für Innovation

„Wir ermuntern unsere Mitgliedsbetriebe bei Fördermittelveranstaltungen und -sprechtagen, sich regelmäßig vor Beginn neuer Projekte mit der Fördermittelthematik auseinanderzusetzen“, so Freitag weiter. Gerade bei den Zuschussprogrammen könne eine finanzielle Unterstützung in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse eine vielversprechende Möglichkeit sein, um Innovationen zu realisieren, neue Produkte zu entwickeln und diese am Markt bereitstellen zu können.   Insgesamt hat die IHK zehn Förderprogramme näher betrachtet und die Daten mit den anderen acht Kammerbezirken in Bayern verglichen. Die Fördermittelstudie ist in dieser Form einmalig in Bayern. Förderprogramme bilden ein wichtiges Fundament staatlicher Wirtschaftspolitik auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene. Sie sollen das unternehmerische Risiko minimieren und die Investitionstätigkeit der Wirtschaft unterstützen.

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