TGZ

Rettung für Herz und Leben

Foto TGZ

Für die Stadt Würzburg wurde jetzt die erste Notrufsäule mit integriertem Defibrillator am Technologie- und Gründerzentrum (TGZ) im Stadtteil Zellerau offiziell in Betrieb genommen.

Das Zentrum für Telemedizin führte vor Ort den Einsatz eines Defibrillators vor. Mit dabei: Barbara Stamm, Präsidentin des Bayerischen Landtages, Sandro Kirchner, Mitglied des Bayerischen Landtages, Sebastian Dresbach, Geschäftsführer des Zentrum für Telemedizin e.V., Bad Kissingen, Michael Neis, Brandamtsrat der Integrierten Leitstelle (ILS) Würzburg der Berufsfeuerwehr Würzburg und Dr. Alexander Zöller, Geschäftsführer der TGZ Würzburg GmbH.

Auffällig in Orange

Gut sichtbar und auffällig im hell leuchtenden Orange steht der "neue Lebensretter" in Würzburg vor dem Gebäude des TGZ Würzburg in der Sedanstraße. „Durch den Defibrillator leistet das TGZ Würzburg seinen Beitrag zum Ausbau der Infrastruktur im Gesundheitswesen. Es war uns wichtig, dass das Gerät in einem Bereich aufgehängt wird, der an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden lang öffentlich zugänglich ist“, erklärte Dr. Zöller.

„Heute ist ein hervorragender Tag für die Bürgerinnen und Bürger in der Region und natürlich auch für den Fortschritt in der Telemedizintechnologie. Mit dem AED (Automatisierter Externer Defibrillator), der sich für die Öffentlichkeit freizugänglich vor dem Technologiezentrum Würzburg befindet, ist eine im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtige Station eingerichtet worden“, so Landtagspräsidentin Barbara Stamm und sie verbindet damit die Hoffnung, das noch mehr dieser "Lebensretter" für Notfälle in der Region, vor allem in ländlichen Gegenden, eingerichtet werden können.

"Früdefi Offensive"

Im Rahmen der sogenannten „Früdefi Offensive“ konnte das Zentrum für Telemedizin und das TGZ Würzburg einen weiteren Standort für einen lebensrettenden Defibrillator realisieren. Seit dem Start der Initiative, werden an mittlerweile zehn Standorten der Region entsprechende Defibrillatoren vorgehalten. Zu den ersten Standorten der Offensive konnte u.a. das Rhön-Saale Gründerzentrum (RSG) und das Landratsamt Bad Kissingen gewonnen werden. Weitere Standorte sind das Ausflugslokal Ziegelhof im hessischen Poppenhausen und neuerdings das TGZ Würzburg.

„Somit strahlt die Idee und der Nutzen bereits kurz nach dem Start der Initiative über den Landkreis hinaus. Als Vision haben wir eine flächendeckende Vorhaltung vernetzter und unterstützender Geräte an neuralgischen Punkten in jeder Ortschaft der Region“, so Dresbach.

„Bei Herzkammerflimmern sinkt die Überlebenschance mit jeder Minute. Dieses Projekt zeigt einmal mehr, mit welchen Innovationen die Telemedizin positiv Einfluss auf unsere medizinische Versorgung nehmen kann – insbesondere dann, wenn Ärzte nicht unmittelbar verfügbar sind“, stellt MdL Sandro Kirchner den telemedizinischen Mehrwert in den Vordergrund.

Im Notfall direkt verbunden

Mittels Freisprecheinrichtung in der Säule können Ersthelfer die Situation schildern und einen Krankenwagen rufen. „Bei Bedarf können meine Kollegen und ich dann per Telefon das Türschloss freischalten, sodass der Defibrillator entnommen werden kann“, erklärte Neis. Klare Anweisungen auf der Notrufsäule und – nach der Freigabe – per Sprachansage durch den „Defi“ sorgen dafür, dass jeder dieses Gerät bedienen kann, sind sich die Experten einig.

Im Notfall gilt also die Devise: Notruf absetzen, zupacken und helfen. Und keine Bange: Die Rettungssanitäter sind schon unterwegs.

Gemeinden und Unternehmen, die sich für eine Notrufsäule mit integrietem Defibrilator interessieren - Anschaffungskosten liegen zwischen 3.500 und 4.000 Euro inklusive Wartungsarbeiten - können sich direkt an das Zentrum für Telemedizin in Bad Kissingen wenden  www.ztm-badkissingen.de

Hintergrundinformation

Mit mehr als 130.000 Opfern ist der plötzliche Herztod immer noch die häufigste Todesursache in der Bundesrepublik. Alle 4 Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch am plötzlichen Herztod, alle 30 Minuten wird in Bayern ein Mensch reanimiert. Viele Patienten könnten heute noch leben, wenn sie schneller einen Elektroschock bekommen hätten, der das häufig auftretende Herzkammerflimmern beseitigt. Wird innerhalb der ersten Minute mit einem Elektroschock behandelt, besteht eine Überlebenschance von über 90 Prozent. Wenn Passanten, Fahrgäste, Kunden, Angehörige oder Kollegen nicht sofort helfen können, endet das plötzliche Herzversagen meist tödlich. Deswegen ist es wichtig, dass es flächendeckend Automatische Externe Defibrillatoren (AED) gibt, die auch durch Laien bedient werden können. Auf der Mainfrankemesse finden Besucher vom 26.09.2015 bis 04.10.2015 auf dem Stand des TGZ in Halle 1 eine Notrufsäule mit integrierten Defibrillator zur Anschauung und können sich vor Ort ein Bild über die Anwendung machen.

Bildunterschrift:

Bei der offiziellen Inbetriebnahme vor dem TGZ (v. l.): Sandro Kirchner, Mitglied des Bayerischen Landtages; Sebastian Dresbach, Geschäftsführer des Zentrum für Telemedizin e.V, Bad Kissingen, Michael Neis, Brandamtsrat der Integrierten Leitstelle Würzburg der Berufsfeuerwehr Würzburg und Geschäftsführer der TGZ Würzburg GmbH (Foto: TGZ Würzburg)

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Auffällig in Orange

Gut sichtbar und auffällig im hell leuchtenden Orange steht der "neue Lebensretter" in Würzburg vor dem Gebäude des TGZ Würzburg in der Sedanstraße. „Durch den Defibrillator leistet das TGZ Würzburg seinen Beitrag zum Ausbau der Infrastruktur im Gesundheitswesen. Es war uns wichtig, dass das Gerät in einem Bereich aufgehängt wird, der an 365 Tagen im Jahr 24 Stunden lang öffentlich zugänglich ist“, erklärte Dr. Zöller.

„Heute ist ein hervorragender Tag für die Bürgerinnen und Bürger in der Region und natürlich auch für den Fortschritt in der Telemedizintechnologie. Mit dem AED (Automatisierter Externer Defibrillator), der sich für die Öffentlichkeit freizugänglich vor dem Technologiezentrum Würzburg befindet, ist eine im wahrsten Sinne des Wortes lebenswichtige Station eingerichtet worden“, so Landtagspräsidentin Barbara Stamm und sie verbindet damit die Hoffnung, das noch mehr dieser "Lebensretter" für Notfälle in der Region, vor allem in ländlichen Gegenden, eingerichtet werden können.

"Früdefi Offensive"

Im Rahmen der sogenannten „Früdefi Offensive“ konnte das Zentrum für Telemedizin und das TGZ Würzburg einen weiteren Standort für einen lebensrettenden Defibrillator realisieren. Seit dem Start der Initiative, werden an mittlerweile zehn Standorten der Region entsprechende Defibrillatoren vorgehalten. Zu den ersten Standorten der Offensive konnte u.a. das Rhön-Saale Gründerzentrum (RSG) und das Landratsamt Bad Kissingen gewonnen werden. Weitere Standorte sind das Ausflugslokal Ziegelhof im hessischen Poppenhausen und neuerdings das TGZ Würzburg.

„Somit strahlt die Idee und der Nutzen bereits kurz nach dem Start der Initiative über den Landkreis hinaus. Als Vision haben wir eine flächendeckende Vorhaltung vernetzter und unterstützender Geräte an neuralgischen Punkten in jeder Ortschaft der Region“, so Dresbach.

„Bei Herzkammerflimmern sinkt die Überlebenschance mit jeder Minute. Dieses Projekt zeigt einmal mehr, mit welchen Innovationen die Telemedizin positiv Einfluss auf unsere medizinische Versorgung nehmen kann – insbesondere dann, wenn Ärzte nicht unmittelbar verfügbar sind“, stellt MdL Sandro Kirchner den telemedizinischen Mehrwert in den Vordergrund.

Im Notfall direkt verbunden

Mittels Freisprecheinrichtung in der Säule können Ersthelfer die Situation schildern und einen Krankenwagen rufen. „Bei Bedarf können meine Kollegen und ich dann per Telefon das Türschloss freischalten, sodass der Defibrillator entnommen werden kann“, erklärte Neis. Klare Anweisungen auf der Notrufsäule und – nach der Freigabe – per Sprachansage durch den „Defi“ sorgen dafür, dass jeder dieses Gerät bedienen kann, sind sich die Experten einig.

Im Notfall gilt also die Devise: Notruf absetzen, zupacken und helfen. Und keine Bange: Die Rettungssanitäter sind schon unterwegs.

Gemeinden und Unternehmen, die sich für eine Notrufsäule mit integrietem Defibrilator interessieren - Anschaffungskosten liegen zwischen 3.500 und 4.000 Euro inklusive Wartungsarbeiten - können sich direkt an das Zentrum für Telemedizin in Bad Kissingen wenden  www.ztm-badkissingen.de

Hintergrundinformation

Mit mehr als 130.000 Opfern ist der plötzliche Herztod immer noch die häufigste Todesursache in der Bundesrepublik. Alle 4 Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch am plötzlichen Herztod, alle 30 Minuten wird in Bayern ein Mensch reanimiert. Viele Patienten könnten heute noch leben, wenn sie schneller einen Elektroschock bekommen hätten, der das häufig auftretende Herzkammerflimmern beseitigt. Wird innerhalb der ersten Minute mit einem Elektroschock behandelt, besteht eine Überlebenschance von über 90 Prozent. Wenn Passanten, Fahrgäste, Kunden, Angehörige oder Kollegen nicht sofort helfen können, endet das plötzliche Herzversagen meist tödlich. Deswegen ist es wichtig, dass es flächendeckend Automatische Externe Defibrillatoren (AED) gibt, die auch durch Laien bedient werden können. Auf der Mainfrankemesse finden Besucher vom 26.09.2015 bis 04.10.2015 auf dem Stand des TGZ in Halle 1 eine Notrufsäule mit integrierten Defibrillator zur Anschauung und können sich vor Ort ein Bild über die Anwendung machen.

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Bei der offiziellen Inbetriebnahme vor dem TGZ (v. l.): Sandro Kirchner, Mitglied des Bayerischen Landtages; Sebastian Dresbach, Geschäftsführer des Zentrum für Telemedizin e.V, Bad Kissingen, Michael Neis, Brandamtsrat der Integrierten Leitstelle Würzburg der Berufsfeuerwehr Würzburg und Geschäftsführer der TGZ Würzburg GmbH (Foto: TGZ Würzburg)

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