Für den Mittelstand in der Region

Rund 86,5 Mio. Euro Wirtschaftsförderung in 2021 bewilligt

"Mit rund 86,5 Millionen € neu bewilligten Zuschüssen hat die Wirtschaftsförderung in Unterfranken im Jahr 2021 die heimische mittelständische Wirtschaft, touristische Infrastruktur und Privatpersonen unterstützt“, bilanziert Regierungspräsident Dr. Eugen Ehmann.

Die Corona-Pandemie hat auch im Jahr 2021 die weltweite Wirtschaftsentwicklung – und damit auch die unterfränkische Wirtschaft – massiv beeinflusst. Fachkräftemangel, Unsicherheiten durch neue Corona-Varianten, hohe Infektionszahlen, Lieferengpässe und Preisanstiege wirkten sich belastend auf unterfränkische Unternehmen aus. Umso erfreulicher ist es, dass trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten die Unternehmen auch im Jahr 2021 in ihre Zukunft investierten. Eine Vielzahl dieser Vorhaben konnte Regierung von Unterfranken über die Bayerische Regionalförderung und das Digitalbonus-Programm unterstützen.

Rathäuser zunehmend digital

Das Förderprogramm „Digitales Rathaus“ dient als Anschubfinanzierung für die Digitalisierungsprojekte der bayerischen Kommunen. Mit dem Onlinezugangsgesetz (OZG) vom 14. August 2017 wurden Bund und Länder verpflichtet ihre Verwaltungsleistungen bis Ende 2022 elektronisch über Verwaltungsportale als Online-Dienste anzubieten. Der Freistaat Bayern hat sich zum Ziel gesetzt, dass deutlich mehr als die geforderte Mindestanzahl an Online-Diensten in den Verwaltungen angeboten werden.

Auch die Digitalisierung in den Schulen wurde im Jahr 2021 weiter vorangetrieben. Die Gestaltung des digitalen Wandels an den Schulen und die Bereitstellung einer zeitgemäßen und pädagogisch begründeten IT-Ausstattung an allen Schulen ist eine der großen Zukunftsaufgaben in der Bildungspolitik. Der Bund und das Land Bayern stellen über den „DigitalPakt Schule 2019 bis 2024“ einschließlich Zusatzvereinbarungen mehr als 1 Milliarde Euro für die digitale Transformation an Schulen bereit.

Flächendeckende Gigabit-versorgung

Mit dem Programm Bayerische Gigabitrichtlinie wird der Ausbau einer flächendeckenden Versorgung mit Gigabit-Bandbreiten – vor allem im ländlichen Raum – forciert. Gefördert werden Gemeinden, Gemeindezusammenschlüsse und Gemeindeverbände.

Um die dezentrale Energiewende weiter voranzutreiben, haben auch im Jahr 2021 Gebäudeeigentümer von selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern Fördermittel aus dem bayerischen PV-Speicherprogramm Zuwendungen erhalten.

Darüber hinaus wurden Zuschüsse für Aus- und Weiterbildungen der Kammern sowie für den Neubau von Schulungsstätten, für Forschungsvorhaben, für öffentliche touristische Infrastruktureinrichtungen und für Maßnahmen zur Qualifizierung und Arbeitsförderung gewährt.

Die finanziellen Mittel wurden der Regierung von Unterfranken durch die Bayerische Staatsregierung bereitgestellt. Außerdem kamen Mittel des Bundes, des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Unterfranken zum Einsatz.

Die wesentlichen Zuschüsse im Einzelnen:

  • Mit Mitteln aus Bayerischen Regionalen Förderprogrammen für die gewerbliche Wirtschaft wurden 2021 Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistung und Fremdenverkehr mit Zuwendungen in Höhe von rund 26,5 Millionen € unterstützt. Auf diesem Weg wurden 2.200 Arbeitsplätze in der Region gesichert und knapp 200 Arbeitsplätze neu geschaffen. Das mit den Zuwendungen geförderte Gesamtinvestitionsvolumen betrug über 156 Millionen €.
  • Auch der Breitbandausbau wurde im Jahr 2021 vom Freistaat Bayern weiter massiv gefördert. Fünf unterfränkischen Kommunen wurden im Rahmen der Gigabitrichtlinie (BayGibitR) Förderungen von insgesamt 11 Millionen € für den Aufbau von gigabitfähigen Breitbandnetzen in unterversorgten Gebieten gewährt.  
  • Als indirekte Maßnahme zur Wirtschaftsförderung wurden die Aktivitäten der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammer und sonstiger Berufsbildungsträger zur Unterstützung der beruflichen Bildung und Sicherung eines hohen Ausbildungsstands der Fachkräfte mit rund 6,1 Millionen € gefördert. Im Einzelnen sind dies Investitionen in Schulungsstätten, Zuwendungen für die überbetriebliche Aus- und Fortbildung, Betriebsberatungen sowie erbrachte Dienstleistungen der Beauftragten für Innovation und Technologie im Handwerk.
  • Um Jugendliche bei ihrem Einstieg in die Berufswelt zu unterstützen, wurden im Regierungsbezirk Unterfranken im Jahr 2021 Zuwendungen in Höhe von rund 0,6 Millionen € im Rahmen von Einzelprojekten sowie für die Beschäftigung von Ausbildungsplatzakquisiteuren und Jobbegleitern aus dem Arbeitsmarktfonds gewährt.
  • Den unterfränkischen kommunalen und privaten Schulaufwandsträgern wurden im Jahr 2021 aus den Mitteln des „DigitalPakt Schule 2019 bis 2024“ knapp 19 Millionen € für die IT-Ausstattung der Schulen bewilligt. Über das „Sonderbudget Lehrerdienstgeräte“ stellen der Freistaat Bayern und der Bund Finanzmittel für die Beschaffung von Dienst-Laptops/Tablets für Lehrkräfte zur Verfügung. Damit soll den Lehrkräften eine rechtssichere digitale Kommunikation mit Schülern, Erziehungsberechtigten und Kollegen sowie der externe Zugang zu den IT-Ressourcen der Schule ermöglicht werden. Aus diesem Budget wurden weitere 9,4 Millionen € für die Beschaffung von Dienst-Laptops/Tablets bereitgestellt.
  • Mit rund 2,4 Millionen € aus dem Fördertopf „Digitalbonus“ wurden die Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen sowie die IT-Sicherheit in gewerblichen Unternehmen gestärkt. Die im Jahr 2021 angestoßene Gesamtinvestitionssumme belief sich bei den 326 geförderten Vorhaben auf rund 8,9 Millionen €.
  • Mit dem Förderprogramm „Digitales Rathaus“ (die Regierung von Unterfranken ist insoweit als Bewilligungsbehörde für ganz Bayern zuständig) wurde die Anschaffung und Einrichtung von Software zur erstmaligen Bereitstellung von Online-Diensten bei 239 Gemeinden, Zusammenschlüsse sowie Gemeindeverbände im Freistaat gefördert. Die bayernweite Fördersumme betrug rund 2,9 Millionen €.
  • Bereits seit 2015 ist die Regierung von Unterfranken mit dem Vollzug des 10.000-Häuser-Programms für die nordbayerischen Regierungsbezirke betraut. Seit 2019 wird die Anschaffung von Photovoltaik-Speichern (PV-Speicher) gefördert. Im Jahr 2021 wurden von der Regierung von Unterfranken knapp 7.000 Bescheide mit einem Fördervolumen i. H. v. 7,1 Millionen € erlassen.
  • Im Jahr 2021 jährte sich zum 200. Mal der Geburtstag von Pfarrer Sebastian Kneipp. Aus diesem Anlass wurden die Kommunen mit dem befristeten Sonderprogramm “Touristische Infrastruktur – Kneipp-Anlagen” bei der Errichtung, Erweiterung, Ausbau und Modernisierung von öffentlich zugänglichen Kneipp-Anlagen unterstützt. Die 15 unterfränkischen Projekte wurden mit insgesamt 0,2 Millionen € unterstützt.
  • Zur Umsetzung von Projekten in Zukunftsthemen der Landesentwicklung und Verbesserung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit wurden im Bereich Regionalmanagement drei Projekte mit einem Zuwendungsbetrag von mehr als 0,8 Millionen € gefördert. Die Projektförderung soll zur Schaffung und Erhaltung gleichwertiger Lebens- und Arbeitsbedingungen in Bayern beitragen.
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Für den Mittelstand in der Region

Rund 86,5 Mio. Euro Wirtschaftsförderung in 2021 bewilligt

"Mit rund 86,5 Millionen € neu bewilligten Zuschüssen hat die Wirtschaftsförderung in Unterfranken im Jahr 2021 die heimische mittelständische Wirtschaft, touristische Infrastruktur und Privatpersonen unterstützt“, bilanziert Regierungspräsident Dr. Eugen Ehmann.

Die Corona-Pandemie hat auch im Jahr 2021 die weltweite Wirtschaftsentwicklung – und damit auch die unterfränkische Wirtschaft – massiv beeinflusst. Fachkräftemangel, Unsicherheiten durch neue Corona-Varianten, hohe Infektionszahlen, Lieferengpässe und Preisanstiege wirkten sich belastend auf unterfränkische Unternehmen aus. Umso erfreulicher ist es, dass trotz der wirtschaftlichen Unsicherheiten die Unternehmen auch im Jahr 2021 in ihre Zukunft investierten. Eine Vielzahl dieser Vorhaben konnte Regierung von Unterfranken über die Bayerische Regionalförderung und das Digitalbonus-Programm unterstützen.

Rathäuser zunehmend digital

Das Förderprogramm „Digitales Rathaus“ dient als Anschubfinanzierung für die Digitalisierungsprojekte der bayerischen Kommunen. Mit dem Onlinezugangsgesetz (OZG) vom 14. August 2017 wurden Bund und Länder verpflichtet ihre Verwaltungsleistungen bis Ende 2022 elektronisch über Verwaltungsportale als Online-Dienste anzubieten. Der Freistaat Bayern hat sich zum Ziel gesetzt, dass deutlich mehr als die geforderte Mindestanzahl an Online-Diensten in den Verwaltungen angeboten werden.

Auch die Digitalisierung in den Schulen wurde im Jahr 2021 weiter vorangetrieben. Die Gestaltung des digitalen Wandels an den Schulen und die Bereitstellung einer zeitgemäßen und pädagogisch begründeten IT-Ausstattung an allen Schulen ist eine der großen Zukunftsaufgaben in der Bildungspolitik. Der Bund und das Land Bayern stellen über den „DigitalPakt Schule 2019 bis 2024“ einschließlich Zusatzvereinbarungen mehr als 1 Milliarde Euro für die digitale Transformation an Schulen bereit.

Flächendeckende Gigabit-versorgung

Mit dem Programm Bayerische Gigabitrichtlinie wird der Ausbau einer flächendeckenden Versorgung mit Gigabit-Bandbreiten – vor allem im ländlichen Raum – forciert. Gefördert werden Gemeinden, Gemeindezusammenschlüsse und Gemeindeverbände.

Um die dezentrale Energiewende weiter voranzutreiben, haben auch im Jahr 2021 Gebäudeeigentümer von selbstgenutzten Ein- und Zweifamilienhäusern Fördermittel aus dem bayerischen PV-Speicherprogramm Zuwendungen erhalten.

Darüber hinaus wurden Zuschüsse für Aus- und Weiterbildungen der Kammern sowie für den Neubau von Schulungsstätten, für Forschungsvorhaben, für öffentliche touristische Infrastruktureinrichtungen und für Maßnahmen zur Qualifizierung und Arbeitsförderung gewährt.

Die finanziellen Mittel wurden der Regierung von Unterfranken durch die Bayerische Staatsregierung bereitgestellt. Außerdem kamen Mittel des Bundes, des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Europäischen Sozialfonds (ESF) in Unterfranken zum Einsatz.

Die wesentlichen Zuschüsse im Einzelnen:

  • Mit Mitteln aus Bayerischen Regionalen Förderprogrammen für die gewerbliche Wirtschaft wurden 2021 Investitionen kleiner und mittlerer Unternehmen aus Industrie, Handwerk, Handel, Dienstleistung und Fremdenverkehr mit Zuwendungen in Höhe von rund 26,5 Millionen € unterstützt. Auf diesem Weg wurden 2.200 Arbeitsplätze in der Region gesichert und knapp 200 Arbeitsplätze neu geschaffen. Das mit den Zuwendungen geförderte Gesamtinvestitionsvolumen betrug über 156 Millionen €.
  • Auch der Breitbandausbau wurde im Jahr 2021 vom Freistaat Bayern weiter massiv gefördert. Fünf unterfränkischen Kommunen wurden im Rahmen der Gigabitrichtlinie (BayGibitR) Förderungen von insgesamt 11 Millionen € für den Aufbau von gigabitfähigen Breitbandnetzen in unterversorgten Gebieten gewährt.  
  • Als indirekte Maßnahme zur Wirtschaftsförderung wurden die Aktivitäten der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammer und sonstiger Berufsbildungsträger zur Unterstützung der beruflichen Bildung und Sicherung eines hohen Ausbildungsstands der Fachkräfte mit rund 6,1 Millionen € gefördert. Im Einzelnen sind dies Investitionen in Schulungsstätten, Zuwendungen für die überbetriebliche Aus- und Fortbildung, Betriebsberatungen sowie erbrachte Dienstleistungen der Beauftragten für Innovation und Technologie im Handwerk.
  • Um Jugendliche bei ihrem Einstieg in die Berufswelt zu unterstützen, wurden im Regierungsbezirk Unterfranken im Jahr 2021 Zuwendungen in Höhe von rund 0,6 Millionen € im Rahmen von Einzelprojekten sowie für die Beschäftigung von Ausbildungsplatzakquisiteuren und Jobbegleitern aus dem Arbeitsmarktfonds gewährt.
  • Den unterfränkischen kommunalen und privaten Schulaufwandsträgern wurden im Jahr 2021 aus den Mitteln des „DigitalPakt Schule 2019 bis 2024“ knapp 19 Millionen € für die IT-Ausstattung der Schulen bewilligt. Über das „Sonderbudget Lehrerdienstgeräte“ stellen der Freistaat Bayern und der Bund Finanzmittel für die Beschaffung von Dienst-Laptops/Tablets für Lehrkräfte zur Verfügung. Damit soll den Lehrkräften eine rechtssichere digitale Kommunikation mit Schülern, Erziehungsberechtigten und Kollegen sowie der externe Zugang zu den IT-Ressourcen der Schule ermöglicht werden. Aus diesem Budget wurden weitere 9,4 Millionen € für die Beschaffung von Dienst-Laptops/Tablets bereitgestellt.
  • Mit rund 2,4 Millionen € aus dem Fördertopf „Digitalbonus“ wurden die Digitalisierung von Produkten, Dienstleistungen und Prozessen sowie die IT-Sicherheit in gewerblichen Unternehmen gestärkt. Die im Jahr 2021 angestoßene Gesamtinvestitionssumme belief sich bei den 326 geförderten Vorhaben auf rund 8,9 Millionen €.
  • Mit dem Förderprogramm „Digitales Rathaus“ (die Regierung von Unterfranken ist insoweit als Bewilligungsbehörde für ganz Bayern zuständig) wurde die Anschaffung und Einrichtung von Software zur erstmaligen Bereitstellung von Online-Diensten bei 239 Gemeinden, Zusammenschlüsse sowie Gemeindeverbände im Freistaat gefördert. Die bayernweite Fördersumme betrug rund 2,9 Millionen €.
  • Bereits seit 2015 ist die Regierung von Unterfranken mit dem Vollzug des 10.000-Häuser-Programms für die nordbayerischen Regierungsbezirke betraut. Seit 2019 wird die Anschaffung von Photovoltaik-Speichern (PV-Speicher) gefördert. Im Jahr 2021 wurden von der Regierung von Unterfranken knapp 7.000 Bescheide mit einem Fördervolumen i. H. v. 7,1 Millionen € erlassen.
  • Im Jahr 2021 jährte sich zum 200. Mal der Geburtstag von Pfarrer Sebastian Kneipp. Aus diesem Anlass wurden die Kommunen mit dem befristeten Sonderprogramm “Touristische Infrastruktur – Kneipp-Anlagen” bei der Errichtung, Erweiterung, Ausbau und Modernisierung von öffentlich zugänglichen Kneipp-Anlagen unterstützt. Die 15 unterfränkischen Projekte wurden mit insgesamt 0,2 Millionen € unterstützt.
  • Zur Umsetzung von Projekten in Zukunftsthemen der Landesentwicklung und Verbesserung der regionalen Wettbewerbsfähigkeit wurden im Bereich Regionalmanagement drei Projekte mit einem Zuwendungsbetrag von mehr als 0,8 Millionen € gefördert. Die Projektförderung soll zur Schaffung und Erhaltung gleichwertiger Lebens- und Arbeitsbedingungen in Bayern beitragen.
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