Neue Therapieoptionen

Uniklinikum Würzburg: Neue genetische Variationen im Zusammenhang mit Angst identifiziert

Einem internationalen wissenschaftlichen Konsortium ist es gelungen, einen neuen Genort für schwere Angst- und Belastungsstörungen zu identifizieren. Die unter der Leitung von Prof. Dr. Sandra Meier und Prof. Dr. Manuel Mattheisen von der Psychiatrischen Universitätsklinik Würzburg gewonnenen Erkenntnisse können die Grundlage für neue Therapieoptionen bilden.

„Angst- und Belastungsstörungen sind in ihrer klinischen Ausprägung sehr komplex und treten selten isoliert auf “, sagt Prof. Dr. Sandra Meier. Die Leiterin der Arbeitsgruppe für Genetische Epidemiologie in der Psychiatrie an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie,Psychosomatik und Psychotherapie (KPPP) des Uniklinikums Würzburg (UKW) fährt fort: „Die meisten Patienten leiden an weiteren psychischen oder somatischen Erkrankungen, was die Identifizierung von umweltbedingten wie genetischen Risikofaktoren erschwert. Voraussetzung hierfür sind eine detaillierte Phänotypisierung und die Zusammenarbeit in großen Forschungskonsortien.“ 

Entwicklung dringend benötigter, neuartiger und zielgerichteter Therapien

Ein solches internationales Konsortium untersuchte unter Leitung von Prof. Meier die Gene von 13.000 Patienten mit Angst- und Belastungsstörungen und 20.000 Kontroll-Personen. Die Ergebnisse der Studie wurden im Mai dieses Jahrs in der US-amerikanischen Fachzeitschrift JAMA Psychiatry publiziert. „Es ist uns gelungen, einen neuen Genort für schwere Angst- und Belastungsstörungen zu identifizieren und in Mausmodellen weiter zu evaluieren“, berichtet Prof. Dr. Manuel Mattheisen, einer der Letztautoren der Studie und Leiter der Arbeitsgruppe für Psychiatrische Genetik und Epigenetik an der KPPP des UKW. Mit Genort wird die genaue Lage eines bestimmten Gens oder eines genetischen Markers auf einem Chromosom bezeichnet.

„Das bessere Verständnis der molekularen und zellulären Grundlagen von Angst- und Belastungsstörungen kann die Entwicklung dringend benötigter, neuartiger und zielgerichteter Therapien für diese Störungsbilder erleichtern,“ unterstreicht Prof. Iiris Hovatta, Direktorin des Wissenschaftsprogramms für Molekulare und Integrative Biowissenschaften der Universität Helsinki/Finnland und ebenfalls Letztautorin der Studie.

Literatur:

JAMA Psychiatry. Published online May 22, 2019. doi:10.1001/jamapsychiatry.2019. 1119 Genetic Variants Associated With Anxiety and Stress-Related Disorders: A Genome-Wide Association Study and Mouse-Model Study

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„Angst- und Belastungsstörungen sind in ihrer klinischen Ausprägung sehr komplex und treten selten isoliert auf “, sagt Prof. Dr. Sandra Meier. Die Leiterin der Arbeitsgruppe für Genetische Epidemiologie in der Psychiatrie an der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie,Psychosomatik und Psychotherapie (KPPP) des Uniklinikums Würzburg (UKW) fährt fort: „Die meisten Patienten leiden an weiteren psychischen oder somatischen Erkrankungen, was die Identifizierung von umweltbedingten wie genetischen Risikofaktoren erschwert. Voraussetzung hierfür sind eine detaillierte Phänotypisierung und die Zusammenarbeit in großen Forschungskonsortien.“ 

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Ein solches internationales Konsortium untersuchte unter Leitung von Prof. Meier die Gene von 13.000 Patienten mit Angst- und Belastungsstörungen und 20.000 Kontroll-Personen. Die Ergebnisse der Studie wurden im Mai dieses Jahrs in der US-amerikanischen Fachzeitschrift JAMA Psychiatry publiziert. „Es ist uns gelungen, einen neuen Genort für schwere Angst- und Belastungsstörungen zu identifizieren und in Mausmodellen weiter zu evaluieren“, berichtet Prof. Dr. Manuel Mattheisen, einer der Letztautoren der Studie und Leiter der Arbeitsgruppe für Psychiatrische Genetik und Epigenetik an der KPPP des UKW. Mit Genort wird die genaue Lage eines bestimmten Gens oder eines genetischen Markers auf einem Chromosom bezeichnet.

„Das bessere Verständnis der molekularen und zellulären Grundlagen von Angst- und Belastungsstörungen kann die Entwicklung dringend benötigter, neuartiger und zielgerichteter Therapien für diese Störungsbilder erleichtern,“ unterstreicht Prof. Iiris Hovatta, Direktorin des Wissenschaftsprogramms für Molekulare und Integrative Biowissenschaften der Universität Helsinki/Finnland und ebenfalls Letztautorin der Studie.

Literatur:

JAMA Psychiatry. Published online May 22, 2019. doi:10.1001/jamapsychiatry.2019. 1119 Genetic Variants Associated With Anxiety and Stress-Related Disorders: A Genome-Wide Association Study and Mouse-Model Study

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