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vbw-Präsident beleuchtet Agenda 2020

Foto Behringer
Gaffal fordert in Würzburg rasches Handeln bei Verkehrsinfrastruktur, Energie und Arbeitskosten.

Anlässlich des 11. Medientreffs der unterfränkischen Wirtschaft ist Alfred Gaffal, Präsident der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V (vbw), auf die „Agenda 2020“ eingegangen. Der Maßnahmenkatalog zeigt zentrale Punkte auf, die umgesetzt werden müssen, damit Deutschland stark und Bayern Wirtschaftsstandort Nummer 1 in Deutschland bleibt.

Auf Agenda-Kurs bleiben

Gaffal: „Die Reformen der Agenda 2010 haben zu positiven Beschäftigungseffekten geführt. Seit 2003 wurden in Deutschland mehr als zwei Millionen zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen, mehr als eine halbe Million davon in Bayern. Statt die Reformen der Agenda 2010 zurückzunehmen, müssen wir den Kurs mit einer Agenda 2020 fortschreiben.“ Konkret fordert die vbw, dass bis zum Jahr 2020 Infrastrukturverbesserungen, Beschäftigungswachstum und soziale Sicherung, mehr Bildungsqualität und -beteiligung, eine überschaubare, leistungsgerechte und wettbewerbsfähige Steuerpolitik und die Förderung von Innovationen die Ziele des politischen Handelns sein müssen.

Thema Rente

Zum Thema Rente erklärte Gaffal: „Die Rente mit 63 setzt in Zeiten des demografischen Wandels ein völlig falsches Signal. Die Kosten von 160 bis 230 Milliarden Euro belasten die künftigen Generationen über alle Maßen. Sie ist auch unter dem Aspekt der Fachkräftesicherung ein großer Fehler.“ Eine ganz wesentliche Aufgabe ist laut vbw auch die Schaffung einer effizienten Energieinf-rastruktur. „Die Energiewende duldet keinen Aufschub. Die Versorgungssicherheit zu wettbewerbsfähigen Preisen ist gerade für den Industriestandort Bayern existenziell“, sagte Gaffal. Ein zentraler Bereich der Energiewende wird nach Ansicht der vbw außen vor gelassen: „Der Wärmemarkt, besonders der Gebäudesektor, ist ein wichtiger Faktor der Energiewende. Der Energiever-brauch der Gebäude muss gesenkt und die Gebäudesanierung steuerlich gefördert werden.“ Um einen Verkehrskollaps zu verhindern, müssen laut Gaffal bis 2020 die gesamte Verkehrsinfrastruktur instand gesetzt und neue Maß-nahmen realisiert werden: „Die vbw begrüßt die Erhöhung der Bundesmittel für die Verkehrsinfrastruktur um zunächst fünf Milliarden Euro in den nächsten Jahren. Das ist ein erster Schritt, aber zu wenig.“

Arbeitskosten

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten, dürfen auch die Arbeitskosten, die in der westdeutschen Industrie im Durchschnitt bei knapp 39 Euro pro Arbeitnehmer und Stunde liegen, nicht weiter steigen. Gaffal: „Deutschland liegt hier weltweit mit an der Spitze. In anderen Industriestaaten wie Österreich oder Italien sind die Kosten deutlich niedriger.“

Die vbw ist die freiwillige, branchenübergreifende Dachorganisation der bayerischen Wirtschaft. Sie vertritt 90 Mitgliedsverbände mit mehr als 3,3 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und 33 Fördermitglieder.

Im Bild (v. l.): Wolfgang Fieber Vorstandsvorsitzender der vbw-Bezirksgruppe Unterfranken , vbw-Präsident Alfred Gaffal, Ingrid Hunger, vbw-Vorstandsvorsitzende der Region Main-Spessart und Geschäftsführerin der Walter Hunger GmbH & Co. KG (Lohr),  Angelique Renkhoff-Mücke, vbw-Vorstandsmitglied der Region Main-Spessart und Vorstandsvorsitzende der Warema Renkhoff SE (Marktheidenfeld), Sandro Kirchner, MdL aus Bad Kissingen und Michael Bischof, vbw-Bezirksgeschäftsführer.

www.vbw-bayern.de

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Gaffal: „Die Reformen der Agenda 2010 haben zu positiven Beschäftigungseffekten geführt. Seit 2003 wurden in Deutschland mehr als zwei Millionen zusätzliche sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze geschaffen, mehr als eine halbe Million davon in Bayern. Statt die Reformen der Agenda 2010 zurückzunehmen, müssen wir den Kurs mit einer Agenda 2020 fortschreiben.“ Konkret fordert die vbw, dass bis zum Jahr 2020 Infrastrukturverbesserungen, Beschäftigungswachstum und soziale Sicherung, mehr Bildungsqualität und -beteiligung, eine überschaubare, leistungsgerechte und wettbewerbsfähige Steuerpolitik und die Förderung von Innovationen die Ziele des politischen Handelns sein müssen.

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Zum Thema Rente erklärte Gaffal: „Die Rente mit 63 setzt in Zeiten des demografischen Wandels ein völlig falsches Signal. Die Kosten von 160 bis 230 Milliarden Euro belasten die künftigen Generationen über alle Maßen. Sie ist auch unter dem Aspekt der Fachkräftesicherung ein großer Fehler.“ Eine ganz wesentliche Aufgabe ist laut vbw auch die Schaffung einer effizienten Energieinf-rastruktur. „Die Energiewende duldet keinen Aufschub. Die Versorgungssicherheit zu wettbewerbsfähigen Preisen ist gerade für den Industriestandort Bayern existenziell“, sagte Gaffal. Ein zentraler Bereich der Energiewende wird nach Ansicht der vbw außen vor gelassen: „Der Wärmemarkt, besonders der Gebäudesektor, ist ein wichtiger Faktor der Energiewende. Der Energiever-brauch der Gebäude muss gesenkt und die Gebäudesanierung steuerlich gefördert werden.“ Um einen Verkehrskollaps zu verhindern, müssen laut Gaffal bis 2020 die gesamte Verkehrsinfrastruktur instand gesetzt und neue Maß-nahmen realisiert werden: „Die vbw begrüßt die Erhöhung der Bundesmittel für die Verkehrsinfrastruktur um zunächst fünf Milliarden Euro in den nächsten Jahren. Das ist ein erster Schritt, aber zu wenig.“

Arbeitskosten

Um die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu erhalten, dürfen auch die Arbeitskosten, die in der westdeutschen Industrie im Durchschnitt bei knapp 39 Euro pro Arbeitnehmer und Stunde liegen, nicht weiter steigen. Gaffal: „Deutschland liegt hier weltweit mit an der Spitze. In anderen Industriestaaten wie Österreich oder Italien sind die Kosten deutlich niedriger.“

Die vbw ist die freiwillige, branchenübergreifende Dachorganisation der bayerischen Wirtschaft. Sie vertritt 90 Mitgliedsverbände mit mehr als 3,3 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten und 33 Fördermitglieder.

Im Bild (v. l.): Wolfgang Fieber Vorstandsvorsitzender der vbw-Bezirksgruppe Unterfranken , vbw-Präsident Alfred Gaffal, Ingrid Hunger, vbw-Vorstandsvorsitzende der Region Main-Spessart und Geschäftsführerin der Walter Hunger GmbH & Co. KG (Lohr),  Angelique Renkhoff-Mücke, vbw-Vorstandsmitglied der Region Main-Spessart und Vorstandsvorsitzende der Warema Renkhoff SE (Marktheidenfeld), Sandro Kirchner, MdL aus Bad Kissingen und Michael Bischof, vbw-Bezirksgeschäftsführer.

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