Weiter Zugabe von Chlordioxid im Trinkwasser

Wasserwerk Mergentheimer Straße bleibt vorerst in Betrieb

Geringe Niederschlagsmengen in diesem und letzten Jahr führen in der Region zu einem deutlichen Rückgang der Quellschüttungen und Grundwasserstände. Glücklicherweise verfügt die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) mit dem Wasserwerk in der Mergentheimer Straße über eine Anlage, die weitgehend unabhängig von dem reduzierten Grundwasserdargebot den täglichen Bedarf bereitstellen kann.

Die aktuellen Verhältnisse veranlassen die WVV, das Wasserwerk nun auch über den Sommer hinaus weiter zu betreiben. So kann eine sichere Trinkwasserversorgung der Stadt Würzburg gewährleistet werden. Nach Abschluss der Trinkwasseraufbereitung muss dem Trinkwasser weiterhin vorsorglich Chlordioxid als Desinfektionsmittel zugegeben werden.

Im Normalfall werden etwa 80 Prozent des mittleren Trinkwasserbedarfs durch die Quellwasserwerke bereitgestellt. Mit dem Wasserwerk Mergentheimer Straße ist die WVV in der Lage, nicht nur den erhöhten Trinkwasserbedarf an den verbrauchsreichen Tagen der Sommermonate zu decken, sondern kann auch das geringere Grundwasserdargebot in den Trockenjahren wie derzeit zu kompensieren.

So wird das Wasser im Wasserwerk Mergentheimer Straße aufbereitet

Durch die vorhandene Wasseraufbereitungstechnik kann das Wasserwerk Mergentheimer Straße bis zu 55 Prozent des mittleren Tagesbedarfs und bis zu 35 Prozent des erhöhten Tagesbedarfs ins Versorgungsnetz einspeisen. Diese, bis zu 17.000 m³ Trinkwasserabgabe pro Tag, kann weitgehend unabhängig von dem regional reduzierten Grundwasserdargebot erfolgen. Im Wasserwerk Mergentheimer Straße werden für die Aufbereitung des Oberflächenwassers zwei unabhängig voneinander arbeitende Anlagen betrieben. Der eine Anlagenteil, die Mainwasseraufbereitung, verfolgt den Zweck, das in mehrstufigen Verfahrensschritten gereinigte Wasser in den Untergrund einzuspeisen, um es anschließend mit dem Grundwasser zu entnehmen und dem zweiten Anlagenteil, der Bodenfiltrataufbereitung, zuzuführen. Dieser zweite Aufbereitungsabschnitt besteht aus Ozonung und einer mehrstufigen Filtration über Hydroanthrazit, Filtersand und Aktivkohle. Außerdem wird das Wasser der Winterhäuser Quelle zusätzlich diesem Verfahrensteil zugeführt.

Was bedeutet das für den Verbraucher?

Nach Abschluss der Aufbereitung muss dem Trinkwasser rein vorsorglich ein Desinfektionsmittel zugegeben werden, um Verkeimungen im Leitungssystem und den Speicheranlagen zu vermeiden. Dem Trinkwasser im Wasserwerk wird Chlordioxid in einer Größenordnung von 0,05 – 0,07 mg/L zugegeben. Obwohl die Zugabe deutlich unter den maximal zulässigen Mengen nach den Vorgaben der Trinkwasserverordnung erfolgt und überwacht wird, kann im Versorgungsbereich Hochbehälter Galgenberg, im Besonderen in den Stadtteilen Heidingsfeld, Heuchelhof und Sanderau ein chlorartiger Geruch oder Geschmack wahrgenommen werden. Eine gesundheitliche Gefährdung besteht in keiner Weise. Das Trinkwasser kann als Lebensmittel vollumfänglich genutzt werden. Es wird regelmäßig kontrolliert und geprüft.

Verbraucher können sich selbst ein Bild machen

Bürgerinnen und Bürger, die Interesse an einer Führung im Wasserwerk Mergentheimer Straße haben, um sich dort selbst ein Bild zu machen, können dies gerne mit einer E-Mail an twv@wvv.de mitteilen oder unter der Tel.: 0931 36-1487 anrufen.

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Geringe Niederschlagsmengen in diesem und letzten Jahr führen in der Region zu einem deutlichen Rückgang der Quellschüttungen und Grundwasserstände. Glücklicherweise verfügt die Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH (WVV) mit dem Wasserwerk in der Mergentheimer Straße über eine Anlage, die weitgehend unabhängig von dem reduzierten Grundwasserdargebot den täglichen Bedarf bereitstellen kann.

Die aktuellen Verhältnisse veranlassen die WVV, das Wasserwerk nun auch über den Sommer hinaus weiter zu betreiben. So kann eine sichere Trinkwasserversorgung der Stadt Würzburg gewährleistet werden. Nach Abschluss der Trinkwasseraufbereitung muss dem Trinkwasser weiterhin vorsorglich Chlordioxid als Desinfektionsmittel zugegeben werden.

Im Normalfall werden etwa 80 Prozent des mittleren Trinkwasserbedarfs durch die Quellwasserwerke bereitgestellt. Mit dem Wasserwerk Mergentheimer Straße ist die WVV in der Lage, nicht nur den erhöhten Trinkwasserbedarf an den verbrauchsreichen Tagen der Sommermonate zu decken, sondern kann auch das geringere Grundwasserdargebot in den Trockenjahren wie derzeit zu kompensieren.

So wird das Wasser im Wasserwerk Mergentheimer Straße aufbereitet

Durch die vorhandene Wasseraufbereitungstechnik kann das Wasserwerk Mergentheimer Straße bis zu 55 Prozent des mittleren Tagesbedarfs und bis zu 35 Prozent des erhöhten Tagesbedarfs ins Versorgungsnetz einspeisen. Diese, bis zu 17.000 m³ Trinkwasserabgabe pro Tag, kann weitgehend unabhängig von dem regional reduzierten Grundwasserdargebot erfolgen. Im Wasserwerk Mergentheimer Straße werden für die Aufbereitung des Oberflächenwassers zwei unabhängig voneinander arbeitende Anlagen betrieben. Der eine Anlagenteil, die Mainwasseraufbereitung, verfolgt den Zweck, das in mehrstufigen Verfahrensschritten gereinigte Wasser in den Untergrund einzuspeisen, um es anschließend mit dem Grundwasser zu entnehmen und dem zweiten Anlagenteil, der Bodenfiltrataufbereitung, zuzuführen. Dieser zweite Aufbereitungsabschnitt besteht aus Ozonung und einer mehrstufigen Filtration über Hydroanthrazit, Filtersand und Aktivkohle. Außerdem wird das Wasser der Winterhäuser Quelle zusätzlich diesem Verfahrensteil zugeführt.

Was bedeutet das für den Verbraucher?

Nach Abschluss der Aufbereitung muss dem Trinkwasser rein vorsorglich ein Desinfektionsmittel zugegeben werden, um Verkeimungen im Leitungssystem und den Speicheranlagen zu vermeiden. Dem Trinkwasser im Wasserwerk wird Chlordioxid in einer Größenordnung von 0,05 – 0,07 mg/L zugegeben. Obwohl die Zugabe deutlich unter den maximal zulässigen Mengen nach den Vorgaben der Trinkwasserverordnung erfolgt und überwacht wird, kann im Versorgungsbereich Hochbehälter Galgenberg, im Besonderen in den Stadtteilen Heidingsfeld, Heuchelhof und Sanderau ein chlorartiger Geruch oder Geschmack wahrgenommen werden. Eine gesundheitliche Gefährdung besteht in keiner Weise. Das Trinkwasser kann als Lebensmittel vollumfänglich genutzt werden. Es wird regelmäßig kontrolliert und geprüft.

Verbraucher können sich selbst ein Bild machen

Bürgerinnen und Bürger, die Interesse an einer Führung im Wasserwerk Mergentheimer Straße haben, um sich dort selbst ein Bild zu machen, können dies gerne mit einer E-Mail an twv@wvv.de mitteilen oder unter der Tel.: 0931 36-1487 anrufen.

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