Kostenfreie Weiterbildung für KMU

Wie man digitale Produkte auf Menschen ausrichtet

Die erste „Reisegruppe“ der sogenannten Changemaker Journey startete am Campus Weiterbildung der FHWS

Als eine Reaktion auf die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie hat der Europäische Sozialfonds Fördermittel zur Verfügung gestellt, um Wissen von Hochschulen in Unternehmen zu transportieren. So können nun bis Ende 2023 in insgesamt fünf Durchläufen Beschäftigte kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) aus Bayern an einer kostenfreien Weiterbildung des Campus Weiterbildung teilnehmen. Die Förderlinie zielt unter anderem darauf ab, digitale Kompetenzen zu stärken und Pandemie-bedingte Nachteile in KMU zu kompensieren.

Expertinnen und Experten der Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt ermöglichen im ersten Durchgang der Weiterbildungsreihe „Changemaker Journey“ einen Wissenstransfer aus der Hochschule in Unternehmen. Die ersten sieben Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten am 6. Mai 2022 in die „Changemaker Journey“ starten. Im Fokus der Maßnahme steht die Entwicklung menschzentrierter digitaler Produkte.

Vom Handwerk bis zum Start-up

Das Teilnehmendenfeld könnte dabei nicht unterschiedlicher sein. Vom Handwerksmeister über IT-Fachkräfte bis hin zu Mitarbeitenden aus Start-ups ist eine Vielfalt an Arbeitnehmenden aus verschiedenen Berufszweigen vertreten. Das zeigt einmal mehr, dass das Thema der digitalen Transformation und die Entwicklung menschzentrierter digitaler Produkte in allen Unternehmensbereichen und -branchen Berührungspunkte hat. Diese Gruppendiversität schafft einen Austausch und hilfreiches Feedback unter den Teilnehmenden.

Die Lernkurve der „Changemaker“ ist dabei steil, und auf den ersten Unternehmenswebseiten wurden bereits Änderungen vorgenommen. Bereits in der ersten Veranstaltung äußerte einer der Teilnehmenden zum Thema Webseitengestaltung: „Hätte ich das sechs Monaten schon gewusst, dann hätte ich einer Agentur nicht eine stolze Summe für das Update meiner Webseite gezahlt.“

Methoden- und Toolwissen erweitern

Im ersten von drei Modulen erhielten die Teilnehmenden von Prof. Dr. Tobias Aubele einen Einblick darüber, wie Nutzerinnen und Nutzer die Prozesse der Entwicklung digitaler Produkte eingebunden werden und welche Relevanz ein positives Kundenerlebnis auf den Produkt- und Unternehmenserfolg hat (Customer Experience Management).

In kleinen Teams wurden die Inhalte der Unternehmenswebseiten direkt unter die Lupe genommen. Man tauschte sich über Kundensegmente, über Nutzungsanforderungen, Barrierefreiheit uvm. aus. Dabei kam unter anderem moderne Labortechnik zum Einsatz. Im CU.lab, dem Labor für Conversion Optimierung und Usability, konnten die Teilnehmenden beispielsweise neben Funktionaltests mittels Eyetracking-Verfahren auch unter Alterssimulation die Bedienbarkeit ihrer Internetpräsenz überprüfen.

Schwerpunkt auf Projekt- und Datenmanagement

Digitale Transformation braucht anpassungsfähige Unternehmen und wandlungsfähige Mitarbeitende. Kontinuierliche Veränderungen und die Anpassungsfähigkeit von Unternehmens-strategien, Technologien und Prozessen sind Voraussetzung, um den Anforderungen des schnellen Wandels Stand zu halten. Anhand der Methode Scrum wird den Teilnehmenden Agiles Projektmanagement nähergebracht. Prof. Dr. Isabel John zeigt, wie agile Werte, Methoden und Tools auf den Arbeitsalltag übertragen werden können.

Das Thema Datenmanagement ist im Kontext Digitalisierung nicht wegzudenken. Prof. Dr. Rolf Schillinger, Experte für den dritten und letzten Baustein der Changemaker Journey, geht mit den Teilnehmenden einen Schritt in Richtung Datenkompetenz (Data Literacy). Betrachtet man Daten als Produktionsfaktor, wird ersichtlich, wie wichtig die Qualität von Daten für den Unternehmenserfolg ist. Neben Erhebungsmethoden und der Datentransformation führen die Teilnehmenden Analysen mit ihren eignen Unternehmensdaten durch.

Die Weiterbildung vereint das Expertinnen- und Expertenwissen von theoretischen Grundlagen mit der praktischen Anwendung und ermöglicht den Teilnehmenden einen unmittelbaren Transfer für das eigene Unternehmen. Die Kosten pro Person von rund 4.000 Euro werden über ein Förderprogramm des Europäischen Sozialfonds übernommen.

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