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Wölfen begegnen

Wölfen begegnen

Ende dieses Monats findet in Bautzen die internationale Tagung: „Encounters with Wolves: Dynamics and Futures“ statt - Interessierte können sich bis 17. Juni 2018 anmelden.

Die Rückkehr der Wölfe nach Mittel- und Zentraleuropa wird seit den 1990er-Jahren mit wachsender Aufmerksamkeit verfolgt. Die Lausitz ist gewissermaßen das Kernland der deutschen Wolfspopulation. Darum bietet diese ostdeutsche Region eine ganz spezifische Atmosphäre, um über Begegnungen zwischen Wölfen und Menschen zu diskutieren.

Die internationale und interdisziplinäre Tagung „Encounters with Wolves: Dynamics and Futures“ findet vom 27. bis 29. Juni 2018 in Bautzen statt. Dort wird das Thema aus vielfältigen Perspektiven und unterschiedlichen europäischen Sichtweisen betrachtet. Die Teilnehmenden werden Entwicklungen und Dynamiken im Aufeinandertreffen von Wölfen und Menschen (und vielen anderen Lebewesen) in europäischen Ländern kennenlernen. Fachleute aus Albanien, Polen, Finnland, Norwegen, Großbritannien, Deutschland und der Schweiz halten die Vorträge.

Drei Einrichtungen als Veranstalter

Veranstaltet wird die Tagung vom Lehrstuhl für Europäische Ethnologie/Volkskunde der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU), vom Institut für Sozialanthropologie und Empirische Kulturwissenschaft der Universität Zürich und vom Sorbischen Institut Bautzen.

Wer teilnehmen möchte, soll sich bis Sonntag, 17. Juni 2018 bei Dr. Susanne Hose vom Sorbischen Institut anmelden unter susanne.hose@serbski-institut.de

Zwei Forschungsprojekte über Wölfe

Die Tagung wird im Rahmen zweier kulturwissenschaftlicher Forschungsprojekte ausgerichtet, die in Deutschland und der Schweiz angesiedelt sind: Das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt „Die Rückkehr der Wölfe. Kulturanthropologische Studien zum Prozess des Wolfsmanagements in der Bundesrepublik Deutschland“ wird von Professorin Michaela Fenske geleitet, Inhaberin des Lehrstuhls für Europäische Ethnologie/Volkskunde an der JMU. Im Projekt arbeiten die Doktorandinnen Irina Arnold und Marlis Heyer mit. Vom Schweizerischen Nationalfonds wird das Projekt „Wölfe: Wissen und Praxis. Ethnographien zur Wiederkehr der Wölfe in der Schweiz“ finanziert. Leiter ist Professor Bernhard Tschofen von der Universität Zürich; zu seinem Team gehören die Promovenden Elisa Frank und Nikolaus Heinzer.


Bildunterschrift:

Wolfsmutter mit einem Welpen, aufgenommen im Museum in Rietschen in der Lausitz. (Foto: Marlis Heyer)

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