Einstimmiger Beschluss

Würzburg startet Konzeptstudie für das Landratsamt der Zukunft

Die Aufgaben des Landratsamtes als staatliche und kommunale Behörde werden immer vielfältiger, die Gesetze und Verordnungen immer mehr und auch die Bedürfnisse der Bürger immer anspruchsvoller. Daher ist jetzt die Raumnot im Landratsamt Würzburg schon immens. Aktuell fehlen ca. 40 Arbeitsplätze, für den allgemeinen Aufgabenzuwachs und auch für das zu verstärkende Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg. Falls das Jobcenter aus den angemieteten Räumen in der Nürnberger Straße zurück in die Zeppelinstraße ziehen würde, würde sogar Raum für 120 Arbeitsplätze benötigt werden.

Zur Linderung der akuten Raumnot wird aktuell eine Interimslösung mit Bürocontainern auf dem Grundstück des Landratsamtes in der Zeppelinstraße 15 (vor dem Kreisjugendring) erarbeitet. Aufgrund dieser jedoch dauerhaft unzureichenden Arbeitsplatzsituation und wegen der Schäden im Bereich der beiden Parkplätze für Besucher und Dienstfahrzeuge hat Landrat Thomas Eberth eine Gesamtstudie in Auftrag gegeben. „Das Landratsamt darf nicht nur Behörde, sondern muss auch im Raumangebot seinen Charakter als Dienstleister zeigen. Dazu gehören attraktive Büro-, Begegnungs- und Aufenthaltsflächen – das Gesamtkonzept muss eben stimmen“, verdeutlicht Landrat Eberth die Notwendigkeit der Neugestaltung des Innenhofes, der Parkflächen und eines Anbaus. Eine Konzeptstudie soll nun Entwicklungsmöglichkeiten für drei große Bereiche ermitteln:

Flächen für Büros und Arbeitsplatzbedarf

Die Studie soll aufzeigen, wie ein Ergänzungsbau mit 120 Arbeitsplätzen und attraktiven Neben- und Besprechungsräumen dargestellt werden kann. An den Baukörper sind unter anderem die neuesten Anforderungen der Technik in Bezug auf die CO2-Bilanz zu stellen (Energie, Heiz- und Kühltechnik). Auch für das städtische Quartier soll hier ein Einfügen in die Umgebung mitbetrachtet werden.

Parkraum und intelligente Parkraumbewirtschaftung

Aktuell muss das Landratsamt 226 Stellplätze nachweisen. Mit der Studie soll beleuchtet werden, wie ein weiterer Bedarf an Stellplätzen für die neuen Arbeitsplätze gedeckt werden könnte. Weiter soll sie Kompensationsmaßnahmen darstellen, die es ermöglichen, bei Schaffung neuer Büroräume auf den vollumfänglichen Stellplatznachweis zu verzichten.

Das Ziel ist hierbei eine intelligente Parkraumbewirtschaftung. Mit dieser soll unter anderem erreicht werden, dass der Individualverkehr weiter abnimmt und die Mitarbeiter*innen  – vor allem aus dem Stadtgebiet und den stadtnahen Gemeinden – auf den ÖPNV umsteigen. Der Parkraum auf dem Landratsamtsgelände soll darüber hinaus Anwohnern im Rahmen eines Parksharings abends und am Wochenende gegen einen entsprechenden Tarif angeboten werden. Für die Belegschaft sollen Stellplätze nach wie vor kostenlos zur Verfügung stehen, da dies die Attraktivität des Landratsamtes als Arbeitgeber erhöht. „ÖPNV, Fahrrad und eben auch Auto sind für die Erreichbarkeit des Landratsamtes – gerade für unsere Landkreisbürger, aber auch für die Mitarbeiter elementar“, so der Landrat. 

Aufenthaltsqualität und Mikroklima am Landratsamt verbessern

Der dritte Bereich der Machbarkeitsstudie umfasst die Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem Gelände des Landratsamtes. Die wenig vorhandenen Grünflächen am Landratsamt sollen durch eine Entsiegelung von Flächen erweitert und durch die Schaffung von Stadtgrün ein Beitrag zum Stadtklima erbracht werden.

Mit kleingliedrigen Wasserflächen wäre eine Qualitätsverbesserung des öffentlichen Raumes zu erzielen. Ergänzt werden könnte das künftig offene Grundstück um kindgerechte Plätze oder sogar einen kleinen Spielplatz für das gesamte Quartier. Insgesamt wird das Grundstück so zu einem offenen Ort der Begegnung umgebaut. Barrierefreiheit, Warte- und Aufenthaltsqualität für Besucherinnen und Besucher und Grünräume für den Pausenaufenthalt der Mitarbeiter*innen sind hierbei feste Bestandteile. Die Machbarkeitsstudie prüft weiter eine Bezuschussung dieser Maßnahmen aus den Mitteln der Städtebauförderung.

Einstimmiger Beschluss für eine Weiterentwicklung

Die Mitglieder des Ausschusses für Bauen, Verkehr und Infrastruktur zeigten sich mit den grundsätzlich aufgezeigten Möglichkeiten zur Entwicklung des Grundstückes an der Zeppelinstraße einverstanden. So stimmten sie auch einstimmig dafür, die Machbarkeitsstudie weiter voranzutreiben und Lösungen anzugehen.

Landrat Thomas Eberth war hierüber sehr erfreut: „Mit den Möglichkeiten, die uns die Machbarkeitsstudie aufzeigt, können wir einen großen Wurf landen: Mehr Büros, sinnvoll genutzte Parkplätze, mehr Grün und ein offenes Grundstück, das auch durch seine Lage im Herzen des Frauenlandes für die Bewohnerinnen und Bewohner einen Mehrwert bietet. Ich bin gespannt auf die Möglichkeiten, die uns die Studie darstellen wird und freue mich auf deren Entwicklung.“ „Jetzt heißt es vernünftig planen, Varianten aufstellen und dann Klotzen und nicht kleckern, um das Landratsamt der Zukunft mit Personal, Politik und Besuchern zu gestalten“, waren sich alle einig.

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Zur Linderung der akuten Raumnot wird aktuell eine Interimslösung mit Bürocontainern auf dem Grundstück des Landratsamtes in der Zeppelinstraße 15 (vor dem Kreisjugendring) erarbeitet. Aufgrund dieser jedoch dauerhaft unzureichenden Arbeitsplatzsituation und wegen der Schäden im Bereich der beiden Parkplätze für Besucher und Dienstfahrzeuge hat Landrat Thomas Eberth eine Gesamtstudie in Auftrag gegeben. „Das Landratsamt darf nicht nur Behörde, sondern muss auch im Raumangebot seinen Charakter als Dienstleister zeigen. Dazu gehören attraktive Büro-, Begegnungs- und Aufenthaltsflächen – das Gesamtkonzept muss eben stimmen“, verdeutlicht Landrat Eberth die Notwendigkeit der Neugestaltung des Innenhofes, der Parkflächen und eines Anbaus. Eine Konzeptstudie soll nun Entwicklungsmöglichkeiten für drei große Bereiche ermitteln:

Flächen für Büros und Arbeitsplatzbedarf

Die Studie soll aufzeigen, wie ein Ergänzungsbau mit 120 Arbeitsplätzen und attraktiven Neben- und Besprechungsräumen dargestellt werden kann. An den Baukörper sind unter anderem die neuesten Anforderungen der Technik in Bezug auf die CO2-Bilanz zu stellen (Energie, Heiz- und Kühltechnik). Auch für das städtische Quartier soll hier ein Einfügen in die Umgebung mitbetrachtet werden.

Parkraum und intelligente Parkraumbewirtschaftung

Aktuell muss das Landratsamt 226 Stellplätze nachweisen. Mit der Studie soll beleuchtet werden, wie ein weiterer Bedarf an Stellplätzen für die neuen Arbeitsplätze gedeckt werden könnte. Weiter soll sie Kompensationsmaßnahmen darstellen, die es ermöglichen, bei Schaffung neuer Büroräume auf den vollumfänglichen Stellplatznachweis zu verzichten.

Das Ziel ist hierbei eine intelligente Parkraumbewirtschaftung. Mit dieser soll unter anderem erreicht werden, dass der Individualverkehr weiter abnimmt und die Mitarbeiter*innen  – vor allem aus dem Stadtgebiet und den stadtnahen Gemeinden – auf den ÖPNV umsteigen. Der Parkraum auf dem Landratsamtsgelände soll darüber hinaus Anwohnern im Rahmen eines Parksharings abends und am Wochenende gegen einen entsprechenden Tarif angeboten werden. Für die Belegschaft sollen Stellplätze nach wie vor kostenlos zur Verfügung stehen, da dies die Attraktivität des Landratsamtes als Arbeitgeber erhöht. „ÖPNV, Fahrrad und eben auch Auto sind für die Erreichbarkeit des Landratsamtes – gerade für unsere Landkreisbürger, aber auch für die Mitarbeiter elementar“, so der Landrat. 

Aufenthaltsqualität und Mikroklima am Landratsamt verbessern

Der dritte Bereich der Machbarkeitsstudie umfasst die Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf dem Gelände des Landratsamtes. Die wenig vorhandenen Grünflächen am Landratsamt sollen durch eine Entsiegelung von Flächen erweitert und durch die Schaffung von Stadtgrün ein Beitrag zum Stadtklima erbracht werden.

Mit kleingliedrigen Wasserflächen wäre eine Qualitätsverbesserung des öffentlichen Raumes zu erzielen. Ergänzt werden könnte das künftig offene Grundstück um kindgerechte Plätze oder sogar einen kleinen Spielplatz für das gesamte Quartier. Insgesamt wird das Grundstück so zu einem offenen Ort der Begegnung umgebaut. Barrierefreiheit, Warte- und Aufenthaltsqualität für Besucherinnen und Besucher und Grünräume für den Pausenaufenthalt der Mitarbeiter*innen sind hierbei feste Bestandteile. Die Machbarkeitsstudie prüft weiter eine Bezuschussung dieser Maßnahmen aus den Mitteln der Städtebauförderung.

Einstimmiger Beschluss für eine Weiterentwicklung

Die Mitglieder des Ausschusses für Bauen, Verkehr und Infrastruktur zeigten sich mit den grundsätzlich aufgezeigten Möglichkeiten zur Entwicklung des Grundstückes an der Zeppelinstraße einverstanden. So stimmten sie auch einstimmig dafür, die Machbarkeitsstudie weiter voranzutreiben und Lösungen anzugehen.

Landrat Thomas Eberth war hierüber sehr erfreut: „Mit den Möglichkeiten, die uns die Machbarkeitsstudie aufzeigt, können wir einen großen Wurf landen: Mehr Büros, sinnvoll genutzte Parkplätze, mehr Grün und ein offenes Grundstück, das auch durch seine Lage im Herzen des Frauenlandes für die Bewohnerinnen und Bewohner einen Mehrwert bietet. Ich bin gespannt auf die Möglichkeiten, die uns die Studie darstellen wird und freue mich auf deren Entwicklung.“ „Jetzt heißt es vernünftig planen, Varianten aufstellen und dann Klotzen und nicht kleckern, um das Landratsamt der Zukunft mit Personal, Politik und Besuchern zu gestalten“, waren sich alle einig.

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