Wanderausstellung

Würzburger Universitäts-Frauenklinik: Ausstellung zeigt Wege zum Umgang mit familiärem Brust- und Eierstockkrebs

Bei der Vernissage der Wanderausstellung „Ansichtssache“ an der Würzburger Universitäts-Frauenklinik wurde deutlich: Es gibt für die betroffenen Frauen individuell unterschiedliche Wege, mit der Diagnose „Familiärer Brust-und Eierstockkrebs“ umzugehen.

Noch bis zum 20. August 2019 ist in der Universitäts-Frauenklinik Würzburg die Wanderausstellung „Ansichtssache“ zu sehen. Sie basiert auf den Arbeiten zu einem Bildband, den das „BRCA-Netzwerk – Hilfe bei familiärem Brust-und Eierstockkrebs“ im Jahr 2016 herausbrachte. Porträtfotografien und kurze Texte zeigen, wie betroffene Frauen mit dem Wissen um das Risiko der Erkrankung umgehen und wie sie ihre Entscheidungen zu prophylaktischen Maßnahmen oder zur intensivierten Früherkennung treffen.

Einzelschicksale als wertvolle Entscheidungshilfe

Sabine Weimert, die Gesprächskreisleiterin Nürnberg des BRCA Netzwerk e.V., machte bei der Vernissage am 18. Juli 2019 deutlich, dass es bei diesen Entscheidungen kein richtig oder falsch gebe, sondern vielmehr individuell sehr verschiedene Wege eigenschlagen werden können. Sie schilderte aus eigener Erfahrung, dass die Auseinandersetzung mit den in Bildband und Ausstellung zusammengetragenen Patientinnen in diesem Entscheidungsprozess ungemein hilfreich sein kann. Weiterhin unterstrich sie: „Wir können der modernen Medizin dankbar sein, dass wir nicht dem Schicksal so ausgeliefert sind, wie unsere Mutter- und Großmuttergenerationen.“

Auch Beate Beyrich gab in ihrer Ansprache Einblicke in ihr eigenes Erleben und Verarbeiten der Diagnose Brustkrebs. Die Leiterin der Würzburger Gruppe und Vorsitzende des Landesverbandes Bayern der bundesweit tätigen Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. hat die Wanderausstellung nach Würzburg geholt. Sie nutzte die Gelegenheit, um Prof. Dr. Achim Wöckel, dem Direktor der Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW), für seine kontinuierliche und empathische Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe zu danken.

Die Krise auch als Chance sehen

Der Klinikdirektor seinerseits wies daraufhin, dass nach seinen Beobachtungen viele Frauen nach dem anfänglichen Diagnoseschock den Sprung schaffen, das Wissen um eine familiäre Veranlagung zu Brust- oder Eierstockkrebs nicht nur als Krise, sondern auch als Chance zu einer rechtzeitigen, intensiven Auseinandersetzung und eventuellen frühzeitigen Therapie zu sehen.

In Bezug auf die Therapien hob Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW, die auch von den Medien breit dargestellten Möglichkeiten der sogenannten personalisierten Medizin hervor. „Allerdings werden Patientinnen und Patienten bei aller Technologie immer auch ein menschliches Gegenüber brauchen. Die Ausstellung und die enge Einbindung unserer Selbsthilfegruppen ist ein weiterer Ausdruck der menschlichen Zuwendung, die an unserer Frauenklinik und am UKW gelebt wird“, betonte der Klinikumsdirektor.

Die Schauwände in der Frauen-Klinik an der Josef-Schneider-Straße 4 sind von Montag bis Freitag von 8:30 bis 16:00 Uhr zugänglich.

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Noch bis zum 20. August 2019 ist in der Universitäts-Frauenklinik Würzburg die Wanderausstellung „Ansichtssache“ zu sehen. Sie basiert auf den Arbeiten zu einem Bildband, den das „BRCA-Netzwerk – Hilfe bei familiärem Brust-und Eierstockkrebs“ im Jahr 2016 herausbrachte. Porträtfotografien und kurze Texte zeigen, wie betroffene Frauen mit dem Wissen um das Risiko der Erkrankung umgehen und wie sie ihre Entscheidungen zu prophylaktischen Maßnahmen oder zur intensivierten Früherkennung treffen.

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Sabine Weimert, die Gesprächskreisleiterin Nürnberg des BRCA Netzwerk e.V., machte bei der Vernissage am 18. Juli 2019 deutlich, dass es bei diesen Entscheidungen kein richtig oder falsch gebe, sondern vielmehr individuell sehr verschiedene Wege eigenschlagen werden können. Sie schilderte aus eigener Erfahrung, dass die Auseinandersetzung mit den in Bildband und Ausstellung zusammengetragenen Patientinnen in diesem Entscheidungsprozess ungemein hilfreich sein kann. Weiterhin unterstrich sie: „Wir können der modernen Medizin dankbar sein, dass wir nicht dem Schicksal so ausgeliefert sind, wie unsere Mutter- und Großmuttergenerationen.“

Auch Beate Beyrich gab in ihrer Ansprache Einblicke in ihr eigenes Erleben und Verarbeiten der Diagnose Brustkrebs. Die Leiterin der Würzburger Gruppe und Vorsitzende des Landesverbandes Bayern der bundesweit tätigen Frauenselbsthilfe nach Krebs e.V. hat die Wanderausstellung nach Würzburg geholt. Sie nutzte die Gelegenheit, um Prof. Dr. Achim Wöckel, dem Direktor der Frauenklinik des Uniklinikums Würzburg (UKW), für seine kontinuierliche und empathische Zusammenarbeit mit der Selbsthilfe zu danken.

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Der Klinikdirektor seinerseits wies daraufhin, dass nach seinen Beobachtungen viele Frauen nach dem anfänglichen Diagnoseschock den Sprung schaffen, das Wissen um eine familiäre Veranlagung zu Brust- oder Eierstockkrebs nicht nur als Krise, sondern auch als Chance zu einer rechtzeitigen, intensiven Auseinandersetzung und eventuellen frühzeitigen Therapie zu sehen.

In Bezug auf die Therapien hob Prof. Dr. Georg Ertl, der Ärztliche Direktor des UKW, die auch von den Medien breit dargestellten Möglichkeiten der sogenannten personalisierten Medizin hervor. „Allerdings werden Patientinnen und Patienten bei aller Technologie immer auch ein menschliches Gegenüber brauchen. Die Ausstellung und die enge Einbindung unserer Selbsthilfegruppen ist ein weiterer Ausdruck der menschlichen Zuwendung, die an unserer Frauenklinik und am UKW gelebt wird“, betonte der Klinikumsdirektor.

Die Schauwände in der Frauen-Klinik an der Josef-Schneider-Straße 4 sind von Montag bis Freitag von 8:30 bis 16:00 Uhr zugänglich.

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