Geschäftsbericht 2017

Würzburger Versorger WVV steigert Gewinn auf 13,5 Millionen Euro

Der Würzburger Regionalversorger WVV hat seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2017 vorgestellt. Wie aus dem Zahlenwerk hervorgeht, hat die WVV im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 434 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von rund 5,7 Prozent (2016: 460,2 Mio. Euro).

Ein Plus konnte der Konzern hingegen beim Jahresüberschuss verzeichnen. Unterm Strich stand für die WVV 2017 ein Gewinn von 13,5 Mio. Euro, nach 8,3 Mio. Euro im Jahr 2016. Die Eigenkapitalquote gibt der Konzern in seinem Geschäftsbericht mit 31 Prozent an. „Mit dem Konzernergebnis 2017 können wir auf jeden Fall zufrieden sein“, sagte WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer bei der Präsentation des Zahlenwerks im Würzburger Heizkraftwerk. Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt betonte, dass die WVV 2017 ein „auskömmliches Ergebnis“ erzielt habe. Schuchardt ist in seiner Funktion als Rathauschef gleichzeitig Vorsitzender des Aufsichtsrats beim Würzburger Versorger. Die Stadt Würzburg ist 100-prozentiger Anteilseigner der WVV.

Als Begründung für den Umsatzrückgang nennt der Konzern vor allem deutlich niedrigere Erlöse aus dem Strom- und Erdgasgeschäft. So ist der Stromabsatz 2017 von 1.119 Gigawattstunden auf 954 Gigawattstunden geschrumpft. Der Verkauf von Erdgas ist im selben Zeitraum von 2.077 Gigawattstunden auf 1.981 Gigawattstunden gesunken. Etwa auf Vorjahresniveau geblieben ist dagegen der Fernwärmeabsatz mit 305 Gigawattstunden.

Größter Gewinnbringer im vergangenen Jahr war für den WVV-Konzern seine Stadtwerke-Tochter. Unterm Strich stand bei dem Energieversorger ein Überschuss von 18,5 Millionen Euro. Im Vorjahr hatten die Stadtwerke einen Gewinn von 15,1 Mio. Euro verbucht.

Straßenbahnen bleiben ein Verlustgeschäft

Rote Zahlen hat auch im Geschäftsjahr 2017 die Würzburger Straßenbahn-GmbH (WSB) geschrieben. Der Fehlbetrag wird im Geschäftsbericht mit 15,8 Mio. Euro ausgewiesen. „Das ist kein exorbitant hoher Wert“, merkte Konzernchef Schäfer an. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr hatte das Minus bei 15,2 Mio. Euro gelegen. In den vergangenen zehn Jahren hat die SWB insgesamt Verluste in Höhe von etwa 168 Millionen Euro angehäuft, wie der WVV-Geschäftsführer erläuterte.

Die Investitionen des Würzburger Konzerns haben 2017 30,8 Millionen Euro betragen. Von dieser Summe sind alleine rund 25 Millionen für die Instandhaltung der Infrastruktur aufgewendet worden.

In den kommenden Jahren will die WVV unter anderem für 65 Millionen Euro 18 neue Straßenbahnwagen anschaffen. Zudem sollen rund 20 Millionen Euro in das Umspannwerk Dürrbach investiert werden. Im Herbst 2019 will der Kommunalversorger den Neubau des Erlebnisbades Nautiland eröffnen. „Wir liegen zwar nicht ganz im Kosten-, dafür aber voll im Zeitplan“, so Thomas Schäfer. Mit Blick auf die Trinkwasserversorgung in Würzburg kündigte er zudem an, dass die Wasserpreise auch 2019 nicht erhöht werden würden.

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Geschäftsbericht 2017

Würzburger Versorger WVV steigert Gewinn auf 13,5 Millionen Euro

Der Würzburger Regionalversorger WVV hat seinen Geschäftsbericht für das Jahr 2017 vorgestellt. Wie aus dem Zahlenwerk hervorgeht, hat die WVV im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 434 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang von rund 5,7 Prozent (2016: 460,2 Mio. Euro).

Ein Plus konnte der Konzern hingegen beim Jahresüberschuss verzeichnen. Unterm Strich stand für die WVV 2017 ein Gewinn von 13,5 Mio. Euro, nach 8,3 Mio. Euro im Jahr 2016. Die Eigenkapitalquote gibt der Konzern in seinem Geschäftsbericht mit 31 Prozent an. „Mit dem Konzernergebnis 2017 können wir auf jeden Fall zufrieden sein“, sagte WVV-Geschäftsführer Thomas Schäfer bei der Präsentation des Zahlenwerks im Würzburger Heizkraftwerk. Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt betonte, dass die WVV 2017 ein „auskömmliches Ergebnis“ erzielt habe. Schuchardt ist in seiner Funktion als Rathauschef gleichzeitig Vorsitzender des Aufsichtsrats beim Würzburger Versorger. Die Stadt Würzburg ist 100-prozentiger Anteilseigner der WVV.

Als Begründung für den Umsatzrückgang nennt der Konzern vor allem deutlich niedrigere Erlöse aus dem Strom- und Erdgasgeschäft. So ist der Stromabsatz 2017 von 1.119 Gigawattstunden auf 954 Gigawattstunden geschrumpft. Der Verkauf von Erdgas ist im selben Zeitraum von 2.077 Gigawattstunden auf 1.981 Gigawattstunden gesunken. Etwa auf Vorjahresniveau geblieben ist dagegen der Fernwärmeabsatz mit 305 Gigawattstunden.

Größter Gewinnbringer im vergangenen Jahr war für den WVV-Konzern seine Stadtwerke-Tochter. Unterm Strich stand bei dem Energieversorger ein Überschuss von 18,5 Millionen Euro. Im Vorjahr hatten die Stadtwerke einen Gewinn von 15,1 Mio. Euro verbucht.

Straßenbahnen bleiben ein Verlustgeschäft

Rote Zahlen hat auch im Geschäftsjahr 2017 die Würzburger Straßenbahn-GmbH (WSB) geschrieben. Der Fehlbetrag wird im Geschäftsbericht mit 15,8 Mio. Euro ausgewiesen. „Das ist kein exorbitant hoher Wert“, merkte Konzernchef Schäfer an. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr hatte das Minus bei 15,2 Mio. Euro gelegen. In den vergangenen zehn Jahren hat die SWB insgesamt Verluste in Höhe von etwa 168 Millionen Euro angehäuft, wie der WVV-Geschäftsführer erläuterte.

Die Investitionen des Würzburger Konzerns haben 2017 30,8 Millionen Euro betragen. Von dieser Summe sind alleine rund 25 Millionen für die Instandhaltung der Infrastruktur aufgewendet worden.

In den kommenden Jahren will die WVV unter anderem für 65 Millionen Euro 18 neue Straßenbahnwagen anschaffen. Zudem sollen rund 20 Millionen Euro in das Umspannwerk Dürrbach investiert werden. Im Herbst 2019 will der Kommunalversorger den Neubau des Erlebnisbades Nautiland eröffnen. „Wir liegen zwar nicht ganz im Kosten-, dafür aber voll im Zeitplan“, so Thomas Schäfer. Mit Blick auf die Trinkwasserversorgung in Würzburg kündigte er zudem an, dass die Wasserpreise auch 2019 nicht erhöht werden würden.

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