Der Informatik-Handwerker

101 Köpfe: Fabian Hohm

Fabian Hohm

Fabian Hohm war 2009 einer von drei Gründern der Trinodis GmbH. Heute ist der 31-Jährige gemeinsam mit Jörg Pickelmann als Geschäftsführer für das Softwarehaus in Würzburg tätig.

Mit der Software Athenos unterstützt Trinodis den Onlinehandel und sorgt für eine effizientere Angebotsverwaltung und Bestellabwicklung. Im Interview schildert Fabian Hohm warum er schon immer ein eigenes IT-Unternehmen gründen wollte, worauf es ihm beim Online-Shopping ankommt und über welche Ideen er sich gern mal mit ALDI-Gründer Albrecht austauschen würde.

Herr Hohm, Sie bezeichnen sich selbst als innovatives Softwarehaus. Was ist so innovativ an Trinodis?

Wir programmieren Software für den Onlinehandel, das ist grundsätzlich nichts Neues. Die klassischen Konkurrenten kommen aber eher aus dem Bereich der Warenwirtschaft und setzen den Onlinehandel oben drauf. Wir hingegen haben einen anderen Ansatz gewählt: Der Onlinehandel steht bei Trinodis im Vordergrund, so dass wir eine hocheffiziente und speziell auf diese Anforderungen zugeschnittene Lösung anbieten können. Um innovativ zu bleiben arbeiten wir aktuell  an einem Projekt mit der Universität Würzburg,  bei dem wir vom derzeitigen Forschungsstand und dem vorhandenen Know-how profitieren.  

Worum geht es beim Projekt mit der Universität Würzburg?

Es handelt sich um ein Forschungsprojekt im Bereich logischer Datenbanken. Dabei wird versucht über vorab definierte Regeln Automatismen zu erreichen. Das könnte man zum Beispiel im Versand anwenden. Wenn man mit verschiedenen Anbietern wie UPS oder DHL versendet, wird je nach Gewicht, Größe und Empfänger immer der günstigste Dienstleister auswählt. Hier können auch Parameter wie die Qualität und Geschwindigkeit der Lieferung oder Anzahl der Adressklärungen einberechnet werden. Ein solches Regelwerk findet die optimale Versandvariante schnell und zuverlässig, das ist für den Händler natürlich von Vorteil.

Die Konkurrenz ist groß. Warum sollte man sich für Ihre Software entscheiden?

Im Onlinehandel hat man ein sehr schnelles Geschäft, sehr wenig Kundenbindung und viele Einmal-Käufer. Unsere Software ist genau auf diesen Markt zugeschnitten. Ohne den „Ballast“, den klassische Handels-Software  mit sich bringt, ist unsere Lösung wesentlich schlanker und effektiver. Gemacht für den Massenverkauf und -vertrieb auf vielen Plattformen.

In welchen E-Commerce Bereichen kann Athenos eingesetzt werden?

Für den klassischen Portalverkauf, also für den Verkauf auf beispielsweise Ebay, Amazon oder Rakuten sowie für das eigene Onlineshop-Geschäft! Man könnte auch ein lokales Geschäft an die Software anbinden, dies ist allerdings nicht das Hauptgeschäft von Athenos.

Ihre Firma besteht seit 2009. Was hat Sie dazu bewogen eine Softwarefirma zu gründen?

Nach meinen ersten Ferienjobs war ich immer unzufrieden. Ich hatte so viele Ideen, die ich gern umgesetzt hätte, aber nicht durfte. Deshalb stand für mich fest: Ich möchte mein eigenes Unternehmen gründen. So habe ich am Ende meines Studiums, noch während ich an meiner Diplomarbeit geschrieben habe, mit den beiden anderen Gründern Trinodis ins Leben gerufen.  

Was haben Sie studiert?

Ich habe an der Würzburger Universität Informatik mit Nebenfach Physik studiert.

Wollten Sie schon immer Entwickler werden?

Ich wollte schon immer etwas mit Computern machen, das hat mich schon in der Schule gereizt. Deshalb stand für mich schnell fest, dass ich Informatik studieren werde. Informatik ist für mich wie ein Handwerk. Man lernt eine Sprache, kann damit Konstrukte bauen und Software erschaffen. Man hat Handwerkszeug um ein Produkt zu erstellen. Das hat mich daran fasziniert und es ist ja auch etwas, was in Zukunft immer wichtiger für die Menschheit wird.

Gerade im Bereich Software gibt es ständig neue Optimierungen. Denken Sie das geht ewig so weiter oder ist irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht?

Optimieren kann man immer. Den Spruch hört der Informatiker zwar ungern, weil es für ihn zusätzliche Arbeit bedeutet, aber es ist eben was dran. Allerdings muss man sich dabei stets fragen, welche Optimierungen auch wirtschaftlich sind. Die andere Sache ist, dass es nicht ausreicht immer nur die Software zu optimieren, man muss auch die Hardware weiterentwickeln.

Was bedeutet eigentlich Trinodis?

Bei der Gründung waren wir zu dritt, deshalb haben wir ein Wort gesucht, das die Zahl „drei“ symbolisiert. Trinodis stammt aus dem Lateinischen und bedeutet dreiknotig. Das fanden wir sehr passend und weil die entsprechende Domain noch frei war, haben wir uns dafür entschieden. Seit ich die Firma und meine Familie habe, spielen Computer für mich nur noch beruflich eine Rolle.

Was war bisher Ihr größtes Erfolgserlebnis?

Das war eindeutig der erste Kunde. Als wir die Unterschrift unter dem Vertrag hatten war das ein echtes Erfolgserlebnis. Weil das auch die Bestätigung war, dass jemand unser Produkt haben will.

Sie entwickeln Lösungen für Online-Shops. Kaufen Sie Ihre Weihnachtsgeschenke auch online?

Zum größten Teil schon. Das spart einfach Zeit. Und nachdem ich ja weiß, wie die Portale funktionieren und was im Hintergrund abläuft, kann ich mich auch zum großen Teil darauf verlassen, dass die Ware rechtzeitig ankommt.

Kaufen Sie im Internet mit Vorliebe dort ein, wo Athenos im Hintergrund läuft?

Nein. Ich achte eher darauf, dass der Preis stimmt und wie die Händlerbewertungen sind. Ob da Athenos im Hintergrund läuft oder nicht, spielt für mich eine untergeordnete Rolle.

Mit Athenos sorgen Sie für mehr Effizienz und Zeitersparnis bei Ihren Kunden. Wie nutzen Sie  Ihre Freizeit effizient?

Ich verbringe so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie und meinen zwei Kindern. Ansonsten versuche ich regelmäßig zum Handballtraining zu gehen und bei den Spielen für den TSV Lengfeld dabei zu sein.

Also spielen Computer bei Ihren Hobbys keine Rolle?

Ich habe vor der Gründung sehr oft Online-Games gespielt. Seit ich die Firma und meine Familie habe, spielen Computer für mich aber nur noch beruflich eine Rolle.

Welche beruflichen Vorbilder haben Sie?

Damit tue ich mich schwer. Ich erkenne zwar die Leistungen von Entwicklern wie Bill Gates oder Steve Jobs an, aber wie die beiden als Gründer wirklich waren und agiert haben, weiß ich nicht. Deshalb kann ich sie schwer als Vorbild für mich  nennen.

Mit wem würden Sie gern auf dem Weihnachtsmarkt mal einen Glühwein trinken?

Ich würde gerne mal mit einem der Albrecht Brüder, den Gründern von ALDI, einen Glühwein trinken und mit ihm über den Onlineversand von Lebensmitteln reden. Da habe ich ein paar Ideen, über die ich mich gern mal austauschen würde. Man kann alles Mögliche online kaufen, aber bei Lebensmitteln tut man sich immer noch schwer. 

Wie sieht ein perfekter Sonntag für Sie aus?

Wenn ich Zeit mit meiner Familie verbringen und ausspannen kann, ohne dabei an die Firma denken zu müssen. Und das Ganze am besten bei einem Ausflug mit viel Sonnenschein.

www.trinodis.de

Artikel teilen
Der Informatik-Handwerker

101 Köpfe: Fabian Hohm

Fabian Hohm

Fabian Hohm war 2009 einer von drei Gründern der Trinodis GmbH. Heute ist der 31-Jährige gemeinsam mit Jörg Pickelmann als Geschäftsführer für das Softwarehaus in Würzburg tätig.

Mit der Software Athenos unterstützt Trinodis den Onlinehandel und sorgt für eine effizientere Angebotsverwaltung und Bestellabwicklung. Im Interview schildert Fabian Hohm warum er schon immer ein eigenes IT-Unternehmen gründen wollte, worauf es ihm beim Online-Shopping ankommt und über welche Ideen er sich gern mal mit ALDI-Gründer Albrecht austauschen würde.

Herr Hohm, Sie bezeichnen sich selbst als innovatives Softwarehaus. Was ist so innovativ an Trinodis?

Wir programmieren Software für den Onlinehandel, das ist grundsätzlich nichts Neues. Die klassischen Konkurrenten kommen aber eher aus dem Bereich der Warenwirtschaft und setzen den Onlinehandel oben drauf. Wir hingegen haben einen anderen Ansatz gewählt: Der Onlinehandel steht bei Trinodis im Vordergrund, so dass wir eine hocheffiziente und speziell auf diese Anforderungen zugeschnittene Lösung anbieten können. Um innovativ zu bleiben arbeiten wir aktuell  an einem Projekt mit der Universität Würzburg,  bei dem wir vom derzeitigen Forschungsstand und dem vorhandenen Know-how profitieren.  

Worum geht es beim Projekt mit der Universität Würzburg?

Es handelt sich um ein Forschungsprojekt im Bereich logischer Datenbanken. Dabei wird versucht über vorab definierte Regeln Automatismen zu erreichen. Das könnte man zum Beispiel im Versand anwenden. Wenn man mit verschiedenen Anbietern wie UPS oder DHL versendet, wird je nach Gewicht, Größe und Empfänger immer der günstigste Dienstleister auswählt. Hier können auch Parameter wie die Qualität und Geschwindigkeit der Lieferung oder Anzahl der Adressklärungen einberechnet werden. Ein solches Regelwerk findet die optimale Versandvariante schnell und zuverlässig, das ist für den Händler natürlich von Vorteil.

Die Konkurrenz ist groß. Warum sollte man sich für Ihre Software entscheiden?

Im Onlinehandel hat man ein sehr schnelles Geschäft, sehr wenig Kundenbindung und viele Einmal-Käufer. Unsere Software ist genau auf diesen Markt zugeschnitten. Ohne den „Ballast“, den klassische Handels-Software  mit sich bringt, ist unsere Lösung wesentlich schlanker und effektiver. Gemacht für den Massenverkauf und -vertrieb auf vielen Plattformen.

In welchen E-Commerce Bereichen kann Athenos eingesetzt werden?

Für den klassischen Portalverkauf, also für den Verkauf auf beispielsweise Ebay, Amazon oder Rakuten sowie für das eigene Onlineshop-Geschäft! Man könnte auch ein lokales Geschäft an die Software anbinden, dies ist allerdings nicht das Hauptgeschäft von Athenos.

Ihre Firma besteht seit 2009. Was hat Sie dazu bewogen eine Softwarefirma zu gründen?

Nach meinen ersten Ferienjobs war ich immer unzufrieden. Ich hatte so viele Ideen, die ich gern umgesetzt hätte, aber nicht durfte. Deshalb stand für mich fest: Ich möchte mein eigenes Unternehmen gründen. So habe ich am Ende meines Studiums, noch während ich an meiner Diplomarbeit geschrieben habe, mit den beiden anderen Gründern Trinodis ins Leben gerufen.  

Was haben Sie studiert?

Ich habe an der Würzburger Universität Informatik mit Nebenfach Physik studiert.

Wollten Sie schon immer Entwickler werden?

Ich wollte schon immer etwas mit Computern machen, das hat mich schon in der Schule gereizt. Deshalb stand für mich schnell fest, dass ich Informatik studieren werde. Informatik ist für mich wie ein Handwerk. Man lernt eine Sprache, kann damit Konstrukte bauen und Software erschaffen. Man hat Handwerkszeug um ein Produkt zu erstellen. Das hat mich daran fasziniert und es ist ja auch etwas, was in Zukunft immer wichtiger für die Menschheit wird.

Gerade im Bereich Software gibt es ständig neue Optimierungen. Denken Sie das geht ewig so weiter oder ist irgendwann das Ende der Fahnenstange erreicht?

Optimieren kann man immer. Den Spruch hört der Informatiker zwar ungern, weil es für ihn zusätzliche Arbeit bedeutet, aber es ist eben was dran. Allerdings muss man sich dabei stets fragen, welche Optimierungen auch wirtschaftlich sind. Die andere Sache ist, dass es nicht ausreicht immer nur die Software zu optimieren, man muss auch die Hardware weiterentwickeln.

Was bedeutet eigentlich Trinodis?

Bei der Gründung waren wir zu dritt, deshalb haben wir ein Wort gesucht, das die Zahl „drei“ symbolisiert. Trinodis stammt aus dem Lateinischen und bedeutet dreiknotig. Das fanden wir sehr passend und weil die entsprechende Domain noch frei war, haben wir uns dafür entschieden. Seit ich die Firma und meine Familie habe, spielen Computer für mich nur noch beruflich eine Rolle.

Was war bisher Ihr größtes Erfolgserlebnis?

Das war eindeutig der erste Kunde. Als wir die Unterschrift unter dem Vertrag hatten war das ein echtes Erfolgserlebnis. Weil das auch die Bestätigung war, dass jemand unser Produkt haben will.

Sie entwickeln Lösungen für Online-Shops. Kaufen Sie Ihre Weihnachtsgeschenke auch online?

Zum größten Teil schon. Das spart einfach Zeit. Und nachdem ich ja weiß, wie die Portale funktionieren und was im Hintergrund abläuft, kann ich mich auch zum großen Teil darauf verlassen, dass die Ware rechtzeitig ankommt.

Kaufen Sie im Internet mit Vorliebe dort ein, wo Athenos im Hintergrund läuft?

Nein. Ich achte eher darauf, dass der Preis stimmt und wie die Händlerbewertungen sind. Ob da Athenos im Hintergrund läuft oder nicht, spielt für mich eine untergeordnete Rolle.

Mit Athenos sorgen Sie für mehr Effizienz und Zeitersparnis bei Ihren Kunden. Wie nutzen Sie  Ihre Freizeit effizient?

Ich verbringe so viel Zeit wie möglich mit meiner Familie und meinen zwei Kindern. Ansonsten versuche ich regelmäßig zum Handballtraining zu gehen und bei den Spielen für den TSV Lengfeld dabei zu sein.

Also spielen Computer bei Ihren Hobbys keine Rolle?

Ich habe vor der Gründung sehr oft Online-Games gespielt. Seit ich die Firma und meine Familie habe, spielen Computer für mich aber nur noch beruflich eine Rolle.

Welche beruflichen Vorbilder haben Sie?

Damit tue ich mich schwer. Ich erkenne zwar die Leistungen von Entwicklern wie Bill Gates oder Steve Jobs an, aber wie die beiden als Gründer wirklich waren und agiert haben, weiß ich nicht. Deshalb kann ich sie schwer als Vorbild für mich  nennen.

Mit wem würden Sie gern auf dem Weihnachtsmarkt mal einen Glühwein trinken?

Ich würde gerne mal mit einem der Albrecht Brüder, den Gründern von ALDI, einen Glühwein trinken und mit ihm über den Onlineversand von Lebensmitteln reden. Da habe ich ein paar Ideen, über die ich mich gern mal austauschen würde. Man kann alles Mögliche online kaufen, aber bei Lebensmitteln tut man sich immer noch schwer. 

Wie sieht ein perfekter Sonntag für Sie aus?

Wenn ich Zeit mit meiner Familie verbringen und ausspannen kann, ohne dabei an die Firma denken zu müssen. Und das Ganze am besten bei einem Ausflug mit viel Sonnenschein.

www.trinodis.de

nach oben