Familie als Fundament

Bauunternehmen sind mehrheitlich mittelständisch und familiengeführt

Das bedeutet: Nähe und Nachhaltigkeit. Die damit verbundene Firmenphilosophie spiegelt sich in der hohen Servicequalität und im breiten Leistungsspektrum, von denen die regionale Wirtschaft profitiert.

Dass Gewerbebau immer auch über eine starke regionale Komponente verfügt, hat eine lange Tradition. Nicht nur deshalb, weil Unternehmer sich gegenseitig kennen, sondern weil die kurzen Wege sich erfahrungsgemäß im Verlauf der Arbeiten immer vorteilhaft auswirken. Das gilt in der Planungsphase, wenn kurzfristige Änderungen und Abstimmung erforderlich werden, genauso wie in der Ausführungsphase, wenn es darum geht flexibel, schnell und effizient voranzukommen.

Hier macht Mainfranken keine Ausnahme. Die stark mittelständisch und von Familienunternehmen geprägte Branche, bei der Firmen- und Inhabername meistens noch identisch sind, nutzt ihre Verwurzelung in der Region, um vielfältige Aufträge aus der hiesigen Wirtschaft zu ziehen.

Rudolf Hoos Bauunternehmen: 100 Prozent Familie

Welches Selbstverständnis diese Firmen prägt und was sich daraus für Kunden ergibt, hat ein Gelchsheimer Unternehmen so formuliert: „Rudolf Hoos Bauunternehmen GmbH ist ein einhundertprozentiges Familienunternehmen. Das werden Sie spüren. Wir arbeiten noch selbst, haben ein fachlich absolut versiertes, gewachsenes Team und stehen zu unserem Wort. Das Unternehmen wird im Sinne unseres Vaters und Gründers geleitet und bleibt untrennbar mit der Familie Hoos verbunden. Wir sind sicher: Bei unseren Kunden genießen wir nicht zuletzt deshalb Vertrauen.“

Kitzinger Rank Bau: In dritter Generation ein zuverlässiger Partner

Ähnlich sieht man das bei der Kitzinger Rank Bau, 1934 vom Baumeister Oskar Rank gegründet. In der dritten Generation wird das Unternehmen heute von Dipl.-Ing. (Univ.) Thomas Rank und Dipl.-Ing. (FH) Oliver Rank geführt. „Unser Unternehmen hat sich vom klassischen Baugeschäft über die Jahre zum Partner für jede erdenkliche Bauaufgabe entwickelt. Technische Kompetenz, langjährige Erfahrung und die Ausrichtung auf Qualität haben uns zu einem der führenden Bauunternehmen der Region gemacht“, heißt es dort. Verbunden mit dem Hinweis, was es bedeutet, wenn die Kompetenz nicht nur in der Familie, sondern auch „im Haus“ bleibt: „Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter, eine umfassende Geräteausstattung sowie ein großer Fuhrpark stehen für die Realisierung von Baumaßnahmen zur Verfügung.“

Unternehmen in Mainfranken bauen gemeinsam am Erfolg der Region

Die Bandbreite, in der mainfränkische Bauunternehmen der heimischen Wirtschaft neue Räume schaffen, ist dabei beachtlich. Auch wenn die üblichen Produktions-, Verwaltungs- und Lagergebäude den Löwenanteil ausmachen, zeigt sich beim Blättern durch die Auftragsbücher der jüngsten Zeit doch große Vielfalt – und das auf beiden Seiten. Bei den Auftraggebern werden Innovation und Diversifikation sichtbar und bei den Auftragnehmern Spezialisierung und kreativer Umgang mit neuen Herausforderungen. Daraus entsteht ein gemeinsames Bauen am wirtschaftlichen Erfolg der Region. Einige Beispiele:

Riedel baut für Chemisches Labor Dr. Graser

In Schonungen entsteht in der Nähe des Haupt­standortes des Chemischen Labors Dr. Graser seit September 2017 ein zusätzliches Laborgebäude. Riedel Bau errichtet den Neubau schlüsselfertig als Generalunternehmer. In den Leistungen als Generalunternehmer ist auch die Ausführung der Außenanlagen enthalten.

Balthasar Höhn: Ein Outletcenter für die Zukunft gedacht

Mit dem Outletcenter in Rottendorf hat das Bauunternehmen Balthasar Höhn ein Beispiel dafür geliefert, wie einladend zeitgemäße und funktionale Bauten für neue Formen des Einzelhandels aussehen können. Zudem erlaubt die Struktur des 2012 errichteten Baus auch eine Erweiterung der Kapazitäten – wie inzwischen geschehen.

Bader Wohnbau sorgt für Platz im Büroviertel

Mit dem NOVUM Dienstleistungszentrum in Würzburg hat die Bader Wohnbau GmbH ihre Präsenz im Gewerbebau erweitert und dem benachbarten Ringparkcenter sowie dem Mozart-Center weiteren Raum für 400 Arbeitsplätze hinzugefügt. Das siebenstöckige Gebäude beherbergt Einzelhändler, Gastronomie, Tagungsräume, Büros und Arztpraxen.

Aldi setzt auf die Bauunternehmung Blank

Die Helmstadter Bauunternehmung Blank verspricht den Bauherrn von Autohäusern, Lagerhallen, Gewerbeeinheiten, Büro- und Verwaltungsgebäuden „Effizienz und Qualität“. Dabei kann sie eine allgegenwärtige Referenz vorweisen: „Wer wie wir seit 1985 Einkaufsmärkte für den Discounter Aldi baut, ist termintreu und zuverlässig.“

Umweltinformationszentrum der Stadt Würzburg: Georg Göbel beim Rohbau dabei

Das Umweltinformationszentrum der Stadt Würzburg, 1990 im Rahmen der Landesgartenschau als erste Umweltstation Bayerns eingerichtet, ist das städtische Zentrum für Umweltbildung, Umweltinformation, Abfall- und Umweltberatung. Dem Aspekt Umwelt und Nachhaltigkeit trägt der Bauherr „Die Stadtreiniger“ auch beim Neubau in der Zeller Straße Rechnung: Es handelt sich um das erste Hochbauprojekt Bayerns, das komplett aus ressourcenschonendem RC-Beton hergestellt wird. Die Georg Göbel GmbH führte von März bis Juli 2017 die Rohbauarbeiten durch.

Glöckle schafft Platz bei Maincor Rohrsystemen

Bei Maincor Rohrsysteme in Knetzgau entstehen eine neue Lagerhalle, ein Bürogebäude sowie eine Erweiterung der Außenflächen. Insgesamt werden 12 Mio. Euro in das Neubauprojekt investiert, um den Bedarf der Produktion zu decken. Federführend von Planung über Statik bis Ausführung ist die Schweinfurter Unternehmensgruppe Glöckle.

Riedel Bau setzt erfolgreich auf Aus- und Weiterbildung

Wie jede andere Branche und Region auch bewegen die Themen Fachkräfte und Nachwuchskräfte die Bau­branche in Mainfranken. Gerade im Gewerbebau, wo es darum geht, im partnerschaftlichen Miteinander den Kunden schnelle und zuverlässige Lösungen für die eigene Weiterentwicklung zu bieten, spielt die Verfügbarkeit kompetenter Kräfte eine Schlüsselrolle – und damit die Verfügbarkeit innovativer betrieblicher Aus- und Weiterbildungskonzepte. Dass die Firma Riedel Bau mit ihrem Aus- und Weiterbildungskonzept beim diesjährigen IHK-Bildungspreis auf dem Siegertreppchen stand, ist ein gutes Beispiel dafür, mit welchen Ideen sich punkten lässt.

Beworben hatte sich Riedel Bau mit seinem Konzept „Fachkräfteoffensive Bau“, in dessen Fokus die fachliche Eignung gepaart mit der Bindung ans Schweinfurter Unternehmen steht. Das aktuelle dreiteilige Aus- und Weiterbildungskonzept umfasst ein Programm zur Betreuung der gewerblichen Auszubildenden, ein Programm zur Betreuung der dualen Studenten und ein Programm zur Einarbeitung und Eingliederung von Jungbau­leitern. „Diese drei miteinander verzahnten Säulen bilden unser Fundament für die Ausbildung, Sicherung und Bindung unserer Nachwuchskräfte ans Unternehmen“, beschreibt Klaus Weigand, Leiter Controlling bei Riedel Bau, das Ziel des Konzepts „Fachkräfteoffensive Bau“.

Aber auch auf anderer Ebene beweist sich die Qualifizierungsstrategie von Riedel. Unter den 13 Bachelor- und Masterarbeiten des Fachs Bauingenieurwesen beim diesjährigen Hochschulpreis des Bayerischen Baugewerbes war auch jene von Daniel Wandelt, die das Unternehmen im Rahmen des Riedel Campus unterstützt hatte. Der junge Bauingenieur hatte sein Duales Studium an der FH Würzburg im Frühjahr 2017 abgeschlossen und ist nun in der Bauleitung im Bereich Rohbau tätig. Sprich: Die Familie wächst weiter.

Schick Group: Qualifizierung in der eigenen Academy

Auch im Umgang mit den Mitarbeitern bringen Familienunternehmen der mainfränkischen Bauwirtschaft ihre charakteristische Stärke ein: Entwicklung und Wachstum aus eigener Kraft – und eine nachhaltige Strategie. So hat die Bad Kissinger Schick Group ein eigenes Zentrum für Weiterbildung im Bauwesen errichtet, die Schick Academy, „um die Expertise innerhalb der Schick Group zu sichern und auszubauen“. Die mehr als 350 erfahrenen ­Mitarbeiter arbeiten auf Baustellen mit verschiedensten Anforderungen, heißt es bei Schick, da seien die unterschiedlichsten Fertigkeiten und Talente gefragt: „Egal ob wir in Frankfurt am Main das ­Jüdische Museum in höchster Sichtbetonqualität SB4 erstellen, in Berlin das erste Vodafone Core Center mit exakten Betonfertigteilen umsetzen oder in München mit den Feuerwachen 4 und 5 die größten Feuerwehrneubauten in Bayern verwirklichen. Wir setzen dabei immer auf die Qualifikation unserer Mitarbeiter und die optimale personelle Ausstattung unserer Firmen.

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