Rhön-Klinikum

Erster Bauabschnitt des Campus Bad Neustadt wird im Dezember eröffnet

Auf der Baustelle am Campus Bad Neustadt des Rhön-Klinikums laufen die Arbeiten derzeit auf Hochtouren. Denn bereits Anfang Dezember soll der erste Abschnitt des rund 250 Millionen Euro teuren Bauvorhabens offiziell eröffnet werden. Den aktuellen Stand des Projekts präsentierte der börsennotierte Klinikkonzern nun bei einem Presserundgang. „Wir liegen absolut im Zeitplan“, betonte dabei Professor Bernd Griewing, Medizinvorstand des Rhön-Klinikums.

 „Wir wollen hier nicht einfach nur ein neues Krankenhaus bauen, sondern auf die Trends reagieren, die auf uns zukommen“, unterstrich der Neurologe, der dem Konzernvorstand seit 2016 angehört. Vor allem im demografischen Wandel sieht er eine große Herausforderung:   „Wenn die Generation der Babyboomer in den nächsten Jahren den Markt für medizinische Dienstleistungen betritt, wird es zu einem Anstieg der Nachfrage um 50 Prozent kommen“. Das medizinische System sei in seiner jetzigen Form dann nicht mehr tragbar. Daher wolle man mit dem Campus-Konzept auf diese Entwicklung reagieren, um auch künftig eine Vollversorgung in der Fläche anbieten zu können. „Jeder Patient soll dort individuell genau die medizinische Behandlung bekommen, die er benötigt“, unterstrich Griewing. 

Der Kern des Campus-Konzepts ist die Verzahnung von ambulanten und stationären Angeboten. Auf dem Campus in Bad Neustadt sollen dementsprechend ab Dezember medizinische Service- und Versorgungsleistungen gebündelt zur Verfügung stehen. Im neu errichteten Zentrum für ambulante Medizin (ZaM) werden bis zur Eröffnung insgesamt 30 Facharztsitze einziehen, die ihren Standort aus dem Umland auf den Campus verlegen werden. Anfragen habe es sogar noch deutlich mehr gegeben, bereits vor einem halben Jahr seien alle Praxisräume ausgebucht gewesen, merkte der Medizinvorstand an. In dem Neubau mit seinem markanten Glaskuppeldach sind neben Arztpraxen auch medizinische Dienstleister wie Apotheken untergebracht.

670 Patientenbetten 

Der größte Neubau auf dem Campus ist das Zentrum für klinische Medizin. Das vierstöckige Gebäude wird künftig 24 medizinische Stationen mit insgesamt 670 Patientenbetten beherbergen. Davon werden 40 Betten zur Intensivstation gehören, 120 zur Zwischenintensivstation und 510 zu den Normalstationen - darunter 20 Betten auf der Geburts- sowie elf auf der Palliativstation. Außerdem sind in dem Bauwerk 14 normale sowie zwei hybride Operationssäle mit bildgebenden Anlagen untergebracht.

Neben den Zentren für ambulante und klinische Medizin wird im Zuge des ersten Bauabschnitts außerdem noch ein neues Parkhaus mit 873 Stellplätzen errichtet. Eine umfangreiche Sanierung erfährt zudem das Atrium, das früher zur psychosomatischen Klinik gehörte. Das Gebäude mit dem gläsernen Kuppeldach soll künftig als Empfangsbereich für Besucher und Patienten genutzt werden.

Zweiter Bauabschnitt soll bis März 2021 abgeschlossen sein

Ab Februar/März des kommenden Jahres sollen dann die Bauarbeiten am zweiten Abschnitt beginnen. In diesem wird unter anderem die jetzige Klinik-OP-Abteilung zu einem ambulanten Operationszentrum umgebaut. Außerdem wird einer der bestehenden Gebäudeblöcke neben dem Zentrum für ambulante Medizin umfassend renoviert, um dort Platz für weitere Arztpraxen und medizinische Dienstleister zu schaffen. Die jetzige Frankenklinik wird einer Kernsanierung unterzogen, um sie künftig für Anschlussheilbehandlungen in den Bereichen Neurologie und Kardiologie nutzen zu können. Kernsaniert wird zudem auch das Gästehaus. Die Umbaumaßnahmen am klinischen Operationszentrum sollen voraussichtlich im März 2020 abgeschlossen sein, alle weiteren Arbeiten rund ein Jahr später.

Für den dritten und letzten Abschnitt des Bauvorhabens gibt es nach Konzernangaben aktuell noch keine konkreten Pläne. Laut Medizinvorstand Bernd Griewing soll er unter dem Motto „Wohnen und Leben auf dem Campus“ stehen.  Mögliche Vorhaben könnten etwa ein Patientenhotel oder Mitarbeiterwohnungen umfassen.

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 „Wir wollen hier nicht einfach nur ein neues Krankenhaus bauen, sondern auf die Trends reagieren, die auf uns zukommen“, unterstrich der Neurologe, der dem Konzernvorstand seit 2016 angehört. Vor allem im demografischen Wandel sieht er eine große Herausforderung:   „Wenn die Generation der Babyboomer in den nächsten Jahren den Markt für medizinische Dienstleistungen betritt, wird es zu einem Anstieg der Nachfrage um 50 Prozent kommen“. Das medizinische System sei in seiner jetzigen Form dann nicht mehr tragbar. Daher wolle man mit dem Campus-Konzept auf diese Entwicklung reagieren, um auch künftig eine Vollversorgung in der Fläche anbieten zu können. „Jeder Patient soll dort individuell genau die medizinische Behandlung bekommen, die er benötigt“, unterstrich Griewing. 

Der Kern des Campus-Konzepts ist die Verzahnung von ambulanten und stationären Angeboten. Auf dem Campus in Bad Neustadt sollen dementsprechend ab Dezember medizinische Service- und Versorgungsleistungen gebündelt zur Verfügung stehen. Im neu errichteten Zentrum für ambulante Medizin (ZaM) werden bis zur Eröffnung insgesamt 30 Facharztsitze einziehen, die ihren Standort aus dem Umland auf den Campus verlegen werden. Anfragen habe es sogar noch deutlich mehr gegeben, bereits vor einem halben Jahr seien alle Praxisräume ausgebucht gewesen, merkte der Medizinvorstand an. In dem Neubau mit seinem markanten Glaskuppeldach sind neben Arztpraxen auch medizinische Dienstleister wie Apotheken untergebracht.

670 Patientenbetten 

Der größte Neubau auf dem Campus ist das Zentrum für klinische Medizin. Das vierstöckige Gebäude wird künftig 24 medizinische Stationen mit insgesamt 670 Patientenbetten beherbergen. Davon werden 40 Betten zur Intensivstation gehören, 120 zur Zwischenintensivstation und 510 zu den Normalstationen - darunter 20 Betten auf der Geburts- sowie elf auf der Palliativstation. Außerdem sind in dem Bauwerk 14 normale sowie zwei hybride Operationssäle mit bildgebenden Anlagen untergebracht.

Neben den Zentren für ambulante und klinische Medizin wird im Zuge des ersten Bauabschnitts außerdem noch ein neues Parkhaus mit 873 Stellplätzen errichtet. Eine umfangreiche Sanierung erfährt zudem das Atrium, das früher zur psychosomatischen Klinik gehörte. Das Gebäude mit dem gläsernen Kuppeldach soll künftig als Empfangsbereich für Besucher und Patienten genutzt werden.

Zweiter Bauabschnitt soll bis März 2021 abgeschlossen sein

Ab Februar/März des kommenden Jahres sollen dann die Bauarbeiten am zweiten Abschnitt beginnen. In diesem wird unter anderem die jetzige Klinik-OP-Abteilung zu einem ambulanten Operationszentrum umgebaut. Außerdem wird einer der bestehenden Gebäudeblöcke neben dem Zentrum für ambulante Medizin umfassend renoviert, um dort Platz für weitere Arztpraxen und medizinische Dienstleister zu schaffen. Die jetzige Frankenklinik wird einer Kernsanierung unterzogen, um sie künftig für Anschlussheilbehandlungen in den Bereichen Neurologie und Kardiologie nutzen zu können. Kernsaniert wird zudem auch das Gästehaus. Die Umbaumaßnahmen am klinischen Operationszentrum sollen voraussichtlich im März 2020 abgeschlossen sein, alle weiteren Arbeiten rund ein Jahr später.

Für den dritten und letzten Abschnitt des Bauvorhabens gibt es nach Konzernangaben aktuell noch keine konkreten Pläne. Laut Medizinvorstand Bernd Griewing soll er unter dem Motto „Wohnen und Leben auf dem Campus“ stehen.  Mögliche Vorhaben könnten etwa ein Patientenhotel oder Mitarbeiterwohnungen umfassen.

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