NewTelco startet neues Rechenzentrum

"MainRZ" stärkt die regionale Kapazität und Servicequalität

Mit einem neuen Rechenzentrum reagiert die NewTelco GmbH auf den steigenden Bedarf nach zuverlässiger IT-Infrastruktur. Im Interview erläutern Matthias Hartmann und Jens Leuchters die Hintergründe sowie die Optionen, die sich für Kunden aus dem neuen Service ergeben.

NewTelco hat gerade bekanntgegeben, mit einem neuen Rechenzentrum an den Start zu gehen. Wie sind Sie auf den Namen MainRZ gekommen?

Matthias Hartmann: Der Name MainRZ ist ein kleines Wortspiel. Unser neues Rechenzentrum liegt ja ganz in der Nähe des Mains und der Stadt Frankfurt am Main. Auch wenn unsere internationalen Kunden vielleicht ein „DC“ für „data centre“ erwarten, heißt es auf Deutsch Rechenzentrum, also RZ. Und „main“ heißt im Englischen „haupt-“ oder „primär“. Also Haupt-Rechenzentrum!

Können Sie uns mehr über dieses Projekt verraten und darüber, was es zu einem sicheren Rechenzentrum macht? Wie schaffen Sie damit einen Mehrwert für eure Bestandskunden, für potenzielle Neukunden, für Kunden aus Deutschland und aller Welt? 

Matthias Hartmann: Die Idee, ein neues Rechenzentrum aufzubauen, ist ursprünglich aus unseren bisherigen Erfolgen entstanden. In der Kleyerstraße in Frankfurt haben wir bisher vor allem Carrier versorgt. Das Carrier-Geschäft unterscheidet sich ein wenig vom Rechenzentrumsgeschäft, aber die beiden Bereiche verschmelzen zunehmend. Die internationalen Rechenzentrumskunden von NewTelco haben inzwischen andere Ansprüche, vor allem was Sicherheit und Stromversorgung angeht. Auf der anderen Seite konnten wir in Deutschland beobachten, dass die Digitalisierung zunimmt, und diese andauernden Entwicklungen zwingen Unternehmen, Daten in einer sichereren Umgebung zu speichern. Unser Hauptziel ist daher, mit MainRZ diese beiden Welten zusammenzubringen. Auch wenn wir in Frankfurt weiter unsere Carrier-Kunden mit dem neuen Rechenzentrum bedienen werden, stellen wir mit der Erweiterung sicher, dass es mehr Strom und verbesserte Datenkommunikations-Konnektivität liefert. Dafür benötigt man Interconnection auf Tier 4, der deutschen VK 4, also dem höchsten Zertifizierungsstandard, den es gibt. Und mit diesem höchsten Standard kann NewTelco diesen beiden Welten dienen und sie erfolgreich zusammenführen. Wir können auch die Anforderungen unserer internationalen Kunden und deren Kunden erfüllen, indem wir die höchste Zuverlässigkeit und Rechenzentrumsdienste anbieten. In der Zwischenzeit wollen wir uns für unsere neuen deutschen Kunden darauf konzentrieren, unsere erweiterten Rechenzentren, sowie auch internationale Vernetzungen und den Rest unseres Portfolios anzubieten. Für uns als neutraler Dienstleister und Carrier ist das wie die Schaffung eines riesigen neuen Marktplatzes.

Jens Leuchters: Neben unserem neuen Rechenzentrum freuen wir uns sehr darauf, einen IT-Stack in Deutschland aufzubauen. Um die Frage nach dem Mehrwert für unsere Kunden zu beantworten: Dieser wird dadurch erreicht, dass wir in Deutschland eine IT aufbauen, die die DSGVO-Anforderungen erfüllt, zusätzlich zu den bestehenden Diensten und hohen Standards, die wir bereits anbieten.

Wenden wir uns dem heutigen Markt zu und der Frage, wie er sich auf das Geschäft von NewTelco im Allgemeinen auswirkt. Bitte skizzieren Sie für uns, welche technischen Plattformen und Lösungen Sie eingeführt haben, um den wachsenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Wie stellen Sie so schnelle Interconnection und Dienste bereit?

Jens Leuchters: Wie Matthias schon gesagt hat, bedienen wir hauptsächlich Carrier-Kunden mit Interconnection- und Colocation-Leistungen, aber wir erhalten immer mehr Anfragen aus anderen Märkten, die zunehmend von der Digitalisierung angeheizt werden. Cloud-Anbieter verlangen nach mehr Platz mit Hochleistungsstromversorgung, die wir mit unseren Colocation-Standorten gerade so bereitstellen können. Daher mussten wir einen entsprechenden Plan entwickeln, nämlich, unser neues Rechenzentrum zu bauen und die Anforderungen dieser Kundenmärkte zu erfüllen, die zunehmend von der Digitalisierung angetrieben werden. In der Carrier-Welt haben wir bereits mit der NCEX Plattform an der Digitalisierung gearbeitet. Diese hilft, physische Interconnections zu digitalisieren. Unseren Kunden, Carriern und Providern, die Interconnection benötigen, können wir diese über die NCEX Plattform anbieten, aber wir müssen uns auch mit anderen Plattformen verbinden. Es ist ein wirklich neutraler Marktplatz, der bis zu 10 Gigabit reicht. Wir planen, unsere physischen Verbindungen zu digitalisieren, und wie du dir vorstellen kannst, haben wir in der Kleyerstraße Tausende von physischen Schnittstellen, die sehr schwer zu verwalten sind. Ein neues Rechenzentrum hilft uns da sehr und wir werden Cloud-Anbieter, Hyperscaler und Carrier bedienen können.

Können Sie ein Beispiel für konkrete Bedürfnisse von Cloud-Anbietern nennen und erklären, wie Sie diese erfüllen?

Jens Leuchters: Cloud-Anbieter, die Archivierungen für die Medizinbranche anbieten, z. B. von Röntgenbildern oder Ähnlichem, die zentral in einer Cloud gespeichert werden, müssen diese z. B. in Echtzeit an lokale Ärzte oder verschiedene Krankenhäuser übermitteln können. Diese Kunden benötigen ein hochsicheres Rechenzentrum, und wir müssen ihnen eine leistungsstarke Stromversorgung und die richtigen Racks zur Verfügung stellen, denn diese Cloud-Server haben einen enormen Bedarf an CPU-Leistung, Hochleistungsgrafik und Stromquellen. Wir werden diese Art der Digitalisierung unterstützen können, indem wir unser hochsicheres Rechenzentrum mit Hochleistungs-Stromkapazitäten bauen. Wie Matthias bereits erwähnt hat, verschmelzen wir beide Welten, was auch deshalb sehr wichtig ist, weil wir in dem guten Ruf stehen, großartige Interconnection und Reichweite zu bieten. Wir können unsere Kunden schon jetzt problemlos mit jedem Tier-1-ISP verbinden, so dass wir riesige Datenmengen in Echtzeit bereitstellen können, aber mit dieser verbesserten Grafikleistung ermöglichen wir, dass Kunden von ihren Geräten aus schnell auf Dateien zugreifen und diese in Echtzeit öffnen können.

Es ist spannend, mehr darüber zu erfahren, wie NewTelco den digitalen Wandel von heute meistert und die zukünftigen Bedürfnisse all seiner Kunden erfüllt. IMit welchen anderen Schwerpunkten und Investitionsplänen will NewTelco die Zukunft gestalten?

Matthias Hartmann: Seit mehr als 20 Jahren baue ich Rechenzentren, Netzwerke und Schnittstellen. Auch in Zukunft werden wir den Fokus unseres Geschäfts darauf legen, Antworten auf die Digitalisierung zu finden. Sobald das neue MainRZ in Betrieb ist, wollen wir sehen, wie sich das in Zukunft entwickelt. Unser Hauptziel ist es, in diesem Markt weiter zu wachsen. Da liegt eine Menge Potenzial. Man darf nicht vergessen, dass der Stromverbrauch des Carrier-Geschäfts in der Vergangenheit von zwei Kilowatt auf dreieinhalb Kilowatt pro Schrank gestiegen ist. Für das MainRZ planen wir von vornherein, mit 10 Kilowatt pro Schrank zu beginnen und diese Leistung dann aufzustocken. Das Problem ist, wenn man eine Anlage nicht gleich in dieser Größe plant, muss man sie irgendwann komplett umbauen. Wir mussten akzeptieren, dass dies für uns eine Art Evolution ist – es ist der nächste Schritt in die Zukunft.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
NewTelco startet neues Rechenzentrum

"MainRZ" stärkt die regionale Kapazität und Servicequalität

Mit einem neuen Rechenzentrum reagiert die NewTelco GmbH auf den steigenden Bedarf nach zuverlässiger IT-Infrastruktur. Im Interview erläutern Matthias Hartmann und Jens Leuchters die Hintergründe sowie die Optionen, die sich für Kunden aus dem neuen Service ergeben.

NewTelco hat gerade bekanntgegeben, mit einem neuen Rechenzentrum an den Start zu gehen. Wie sind Sie auf den Namen MainRZ gekommen?

Matthias Hartmann: Der Name MainRZ ist ein kleines Wortspiel. Unser neues Rechenzentrum liegt ja ganz in der Nähe des Mains und der Stadt Frankfurt am Main. Auch wenn unsere internationalen Kunden vielleicht ein „DC“ für „data centre“ erwarten, heißt es auf Deutsch Rechenzentrum, also RZ. Und „main“ heißt im Englischen „haupt-“ oder „primär“. Also Haupt-Rechenzentrum!

Können Sie uns mehr über dieses Projekt verraten und darüber, was es zu einem sicheren Rechenzentrum macht? Wie schaffen Sie damit einen Mehrwert für eure Bestandskunden, für potenzielle Neukunden, für Kunden aus Deutschland und aller Welt? 

Matthias Hartmann: Die Idee, ein neues Rechenzentrum aufzubauen, ist ursprünglich aus unseren bisherigen Erfolgen entstanden. In der Kleyerstraße in Frankfurt haben wir bisher vor allem Carrier versorgt. Das Carrier-Geschäft unterscheidet sich ein wenig vom Rechenzentrumsgeschäft, aber die beiden Bereiche verschmelzen zunehmend. Die internationalen Rechenzentrumskunden von NewTelco haben inzwischen andere Ansprüche, vor allem was Sicherheit und Stromversorgung angeht. Auf der anderen Seite konnten wir in Deutschland beobachten, dass die Digitalisierung zunimmt, und diese andauernden Entwicklungen zwingen Unternehmen, Daten in einer sichereren Umgebung zu speichern. Unser Hauptziel ist daher, mit MainRZ diese beiden Welten zusammenzubringen. Auch wenn wir in Frankfurt weiter unsere Carrier-Kunden mit dem neuen Rechenzentrum bedienen werden, stellen wir mit der Erweiterung sicher, dass es mehr Strom und verbesserte Datenkommunikations-Konnektivität liefert. Dafür benötigt man Interconnection auf Tier 4, der deutschen VK 4, also dem höchsten Zertifizierungsstandard, den es gibt. Und mit diesem höchsten Standard kann NewTelco diesen beiden Welten dienen und sie erfolgreich zusammenführen. Wir können auch die Anforderungen unserer internationalen Kunden und deren Kunden erfüllen, indem wir die höchste Zuverlässigkeit und Rechenzentrumsdienste anbieten. In der Zwischenzeit wollen wir uns für unsere neuen deutschen Kunden darauf konzentrieren, unsere erweiterten Rechenzentren, sowie auch internationale Vernetzungen und den Rest unseres Portfolios anzubieten. Für uns als neutraler Dienstleister und Carrier ist das wie die Schaffung eines riesigen neuen Marktplatzes.

Jens Leuchters: Neben unserem neuen Rechenzentrum freuen wir uns sehr darauf, einen IT-Stack in Deutschland aufzubauen. Um die Frage nach dem Mehrwert für unsere Kunden zu beantworten: Dieser wird dadurch erreicht, dass wir in Deutschland eine IT aufbauen, die die DSGVO-Anforderungen erfüllt, zusätzlich zu den bestehenden Diensten und hohen Standards, die wir bereits anbieten.

Wenden wir uns dem heutigen Markt zu und der Frage, wie er sich auf das Geschäft von NewTelco im Allgemeinen auswirkt. Bitte skizzieren Sie für uns, welche technischen Plattformen und Lösungen Sie eingeführt haben, um den wachsenden Anforderungen der Kunden gerecht zu werden. Wie stellen Sie so schnelle Interconnection und Dienste bereit?

Jens Leuchters: Wie Matthias schon gesagt hat, bedienen wir hauptsächlich Carrier-Kunden mit Interconnection- und Colocation-Leistungen, aber wir erhalten immer mehr Anfragen aus anderen Märkten, die zunehmend von der Digitalisierung angeheizt werden. Cloud-Anbieter verlangen nach mehr Platz mit Hochleistungsstromversorgung, die wir mit unseren Colocation-Standorten gerade so bereitstellen können. Daher mussten wir einen entsprechenden Plan entwickeln, nämlich, unser neues Rechenzentrum zu bauen und die Anforderungen dieser Kundenmärkte zu erfüllen, die zunehmend von der Digitalisierung angetrieben werden. In der Carrier-Welt haben wir bereits mit der NCEX Plattform an der Digitalisierung gearbeitet. Diese hilft, physische Interconnections zu digitalisieren. Unseren Kunden, Carriern und Providern, die Interconnection benötigen, können wir diese über die NCEX Plattform anbieten, aber wir müssen uns auch mit anderen Plattformen verbinden. Es ist ein wirklich neutraler Marktplatz, der bis zu 10 Gigabit reicht. Wir planen, unsere physischen Verbindungen zu digitalisieren, und wie du dir vorstellen kannst, haben wir in der Kleyerstraße Tausende von physischen Schnittstellen, die sehr schwer zu verwalten sind. Ein neues Rechenzentrum hilft uns da sehr und wir werden Cloud-Anbieter, Hyperscaler und Carrier bedienen können.

Können Sie ein Beispiel für konkrete Bedürfnisse von Cloud-Anbietern nennen und erklären, wie Sie diese erfüllen?

Jens Leuchters: Cloud-Anbieter, die Archivierungen für die Medizinbranche anbieten, z. B. von Röntgenbildern oder Ähnlichem, die zentral in einer Cloud gespeichert werden, müssen diese z. B. in Echtzeit an lokale Ärzte oder verschiedene Krankenhäuser übermitteln können. Diese Kunden benötigen ein hochsicheres Rechenzentrum, und wir müssen ihnen eine leistungsstarke Stromversorgung und die richtigen Racks zur Verfügung stellen, denn diese Cloud-Server haben einen enormen Bedarf an CPU-Leistung, Hochleistungsgrafik und Stromquellen. Wir werden diese Art der Digitalisierung unterstützen können, indem wir unser hochsicheres Rechenzentrum mit Hochleistungs-Stromkapazitäten bauen. Wie Matthias bereits erwähnt hat, verschmelzen wir beide Welten, was auch deshalb sehr wichtig ist, weil wir in dem guten Ruf stehen, großartige Interconnection und Reichweite zu bieten. Wir können unsere Kunden schon jetzt problemlos mit jedem Tier-1-ISP verbinden, so dass wir riesige Datenmengen in Echtzeit bereitstellen können, aber mit dieser verbesserten Grafikleistung ermöglichen wir, dass Kunden von ihren Geräten aus schnell auf Dateien zugreifen und diese in Echtzeit öffnen können.

Es ist spannend, mehr darüber zu erfahren, wie NewTelco den digitalen Wandel von heute meistert und die zukünftigen Bedürfnisse all seiner Kunden erfüllt. IMit welchen anderen Schwerpunkten und Investitionsplänen will NewTelco die Zukunft gestalten?

Matthias Hartmann: Seit mehr als 20 Jahren baue ich Rechenzentren, Netzwerke und Schnittstellen. Auch in Zukunft werden wir den Fokus unseres Geschäfts darauf legen, Antworten auf die Digitalisierung zu finden. Sobald das neue MainRZ in Betrieb ist, wollen wir sehen, wie sich das in Zukunft entwickelt. Unser Hauptziel ist es, in diesem Markt weiter zu wachsen. Da liegt eine Menge Potenzial. Man darf nicht vergessen, dass der Stromverbrauch des Carrier-Geschäfts in der Vergangenheit von zwei Kilowatt auf dreieinhalb Kilowatt pro Schrank gestiegen ist. Für das MainRZ planen wir von vornherein, mit 10 Kilowatt pro Schrank zu beginnen und diese Leistung dann aufzustocken. Das Problem ist, wenn man eine Anlage nicht gleich in dieser Größe plant, muss man sie irgendwann komplett umbauen. Wir mussten akzeptieren, dass dies für uns eine Art Evolution ist – es ist der nächste Schritt in die Zukunft.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben