IHK-Gremialausschuss Haßberge tagte

"Nachhaltige Finanzierung" betrifft alle Unternehmen

Der IHK-Gremialausschuss Haßberge hat am 23. März 2022 im Rahmen seiner Frühjahrssitzung bei der tricoma AG in Zeil am Main getagt. Auf der Tagesordnung standen die Themen Klimapolitik, nachhaltige Unternehmensfinanzierung, die IHK-Wahl 2022 sowie die konjunkturelle Situation zum Jahresbeginn.

Norbert Zösch, Geschäftsführer der Stadtwerk Haßfurt GmbH, berichtete über die aktuelle energiepolitische Situation und legte dar, wie modern sein Unternehmen im Bereich der Strom- und Wärmegewinnung aufgestellt sei. Die Stromerzeugung bei den Stadtwerken Haßfurt erfolge hauptsächlich durch Windkraft- und PhotovoltaC:\fakepath\034-22-03-31_Gremialausschuss_Haßberge.webp:\fakepath\034-22-03-31_Gremialausschuss_Haßberge.wikanlagen sowie durch eine Biogasanlage, erklärte Zösch den Ausschussmitgliedern.

Jacqueline Escher, Referentin Umwelt und Energie der IHK, stellte in ihrem Beitrag die Auswirkungen des Klimawandels auf die Region sowie die aktuelle Klimapolitik auf EU- und Bundesebene vor. Unternehmen müssten sich mit den Themen Resilienz und Anpassung an den Klimawandel vermehrt auseinandersetzen, so Escher. Die Politik habe mit dem EU-Green-Deal sowie dem Bundesklimaschutzgesetz reagiert. Deutschland strebe Treibhausgasneutralität bis zum Jahr 2045 an. Erreicht werden solle dies mit einem Instrumentenmix aus „Fordern und Fördern“. Die IHK unterstütze Mitgliedsunternehmen auf vielfältige Weise, etwa durch Informationen und Veranstaltungen, aber auch durch Klimaschutzcoachings und Projekte.

Nachhaltige Unternehmensfinanzierung

Dr. Sascha Genders, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK Würzburg-Schweinfurt, berichtete über die zunehmende Notwendigkeit, sich mit der unternehmensinternen Nachhaltigkeit zu beschäftigen. Die „Sustainable Development Goals“ (SDGs) der Vereinten Nationen, der Green-Deal der EU oder die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie hätten bereits heute ein umfangreiches Regelungsregime etabliert. Ein Kernbestandteil des wachsenden Nachhaltigkeits-Komplexes sei auch der Bereich „Sustainable Finance“ („nachhaltige Finanzierung“). Neben der Finanzwirtschaft sei auch die Realwirtschaft hiervon betroffen, insbesondere durch bereits heute umfangreiche und in den kommenden Jahren deutlich zunehmende Berichtspflichten. Eine Datenanalyse zeige, dass rund 13.500 Gewerbebetriebe aus Mainfranken direkt aufgrund eigener Berichtspflichten bzw. indirekt aufgrund von Anforderungen innerhalb der Lieferketten oder beim Bankengeschäft betroffen sein könnten.

IHK-Bereichsleiter Christian Maurer stellte anschließend die aktuellen Arbeitsmarkt- und Ausbildungszahlen sowie die IHK-Konjunkturanalyse Jahresbeginn 2022 vor. Die mainfränkische Wirtschaft sei solide ins neue Jahr gestartet, müsse aber aufgrund der erneuten Zuspitzung des Pandemiegeschehens sowie massiver Lieferschwierigkeiten und Preissteigerungen einen Dämpfer verkraften. Der IHK-Konjunkturklimaindex für Mainfranken sei im Vergleich zur Vorbefragung um neun Punkte gesunken, bleibe mit 121 Punkten aber weiter im positiven Bereich, so Maurer. Für die im Herbst 2022 anstehende IHK-Wahl rief Maurer die Ausschussmitglieder dazu auf, für die kommende Wahlperiode 2023 bis 2026 wieder für das IHK-Ehrenamt zu kandidieren.

Vorstellung Unternehmensgruppe tricoma AG

Zum Abschluss erläuterte Mario Alka, Vorstandsvorsitzender der tricoma AG, dass Digitalisierung nicht bedeute, einfach nur Hardware auszutauschen. Vielmehr gehe es darum, bisher analoge in digitale Prozesse zu umzuwandeln. Dies veranschaulichte er an einigen unterschiedlichen Fallbeispielen aus seinem Unternehmen.

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Jacqueline Escher, Referentin Umwelt und Energie der IHK, stellte in ihrem Beitrag die Auswirkungen des Klimawandels auf die Region sowie die aktuelle Klimapolitik auf EU- und Bundesebene vor. Unternehmen müssten sich mit den Themen Resilienz und Anpassung an den Klimawandel vermehrt auseinandersetzen, so Escher. Die Politik habe mit dem EU-Green-Deal sowie dem Bundesklimaschutzgesetz reagiert. Deutschland strebe Treibhausgasneutralität bis zum Jahr 2045 an. Erreicht werden solle dies mit einem Instrumentenmix aus „Fordern und Fördern“. Die IHK unterstütze Mitgliedsunternehmen auf vielfältige Weise, etwa durch Informationen und Veranstaltungen, aber auch durch Klimaschutzcoachings und Projekte.

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IHK-Bereichsleiter Christian Maurer stellte anschließend die aktuellen Arbeitsmarkt- und Ausbildungszahlen sowie die IHK-Konjunkturanalyse Jahresbeginn 2022 vor. Die mainfränkische Wirtschaft sei solide ins neue Jahr gestartet, müsse aber aufgrund der erneuten Zuspitzung des Pandemiegeschehens sowie massiver Lieferschwierigkeiten und Preissteigerungen einen Dämpfer verkraften. Der IHK-Konjunkturklimaindex für Mainfranken sei im Vergleich zur Vorbefragung um neun Punkte gesunken, bleibe mit 121 Punkten aber weiter im positiven Bereich, so Maurer. Für die im Herbst 2022 anstehende IHK-Wahl rief Maurer die Ausschussmitglieder dazu auf, für die kommende Wahlperiode 2023 bis 2026 wieder für das IHK-Ehrenamt zu kandidieren.

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