Kleinstfilialen bleiben geschlossen

Sparkasse Schweinfurt-Haßberge dünnt Filialnetz aus

Das Online-Banking und der Kostendruck aus der Nullzins-Strategie der Zentralbanken zeigt Folgen: Die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge legt Hand an ihre Filial-Struktur. Wenig frequentierte Standorte werden geschlossen oder zusammengelegt. Die Versorgung der Region soll aber weiter sichergestellt bleiben.

In den aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen sieht die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge nicht nur für die Unternehmen ein schwieriges Umfeld, sondern auch für sich selbst. Deshalb stellt das kommunale Kreditinstitut seine bisherige Filialstruktur in Frage und löst diverse kleinere Standorte auf, die über keine nennenswerte Kundenfrequenz mehr verfügen. Begründet sieht die Sparkasse diesen Schritt in der Wirtschaftlichkeit des Angebots sowie in der wachsenden Nachfrage nach digitalen Services: "Unsere Kundinnen und Kunden fragen verstärkt digitale Service- und Zahlungsverkehrslösungen nach", heißt es in einer Mitteilung. "Wir beobachten seit Jahren eine stark sinkende Kundenfrequenz bei Serviceleistungen in unseren Filialen. Die Corona-Pandemie hat diese Entwicklungen noch einmal verstärkt." Darüber hinaus sei durch die langjährige und andauernde Niedrig-/Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) der Zinsüberschuss und damit die Hauptertragsquelle für Sparkassen spürbar rückläufig. Hieraus resultiere zusätzlich ein gestiegener Kostendruck.

Strategische Ausrichtung für die Zukunft

Ziel sei es nun, die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge langfristig betriebswirtschaftlich leistungsfähig zu erhalten: "Unseren Auftrag als Kreditgeber und Förderer der Region werden wir auch weiterhin zuverlässig erfüllen", schreibt dsa Institut.. "Hierfür ist es wichtig, die Auswirkungen der veränderten Rahmenbedingungen systematisch zu untersuchen und auf Basis von detaillierten Marktforschungsdaten die bestehenden Strukturenweiter zu entwickeln und zu optimieren, um weiterhin handlungsfähig zu sein und in tragfähige Zukunftsstrukturen investieren zu können."

Filialnetz wird in den Jahren 2020 und 2021 zusammengefasst

Die Sparkasse will sich deshalb auf Standorte konzentrieren, "in denen von unseren Kunden ausreichend Bankdienstleistungen nachgefragt werden". Das bedeutet, dass die derzeit geschlossenen Kleinstfilialen Augustinum, Eßleben, Greßthal, Hesselbach, Oberwerrn, Sulzheim und Wipfeld nicht mehr öffnen und deren SB-Bereiche ab 30.09.2020 nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Filialen Rathaus und Schwanfeld werden künftig als SB-Standorte fortgeführt. Die fahrbare Filiale wird nicht mehr in Betrieb gehen. In einem weiteren Schritt werden im Verlauf des Jahres 2021 die Filialen Deutschhof, Gartenstadt, Geldersheim, Oberschwarzach, Obertheres, Röthlein und Segnitzstraße mit bestehenden Filialen gebündelt.

Servicequalität soll bestehen bleiben

"Dieser Schritt fällt uns nicht leicht", heißt es aus dem Sparkassen-Vorstand. "Wir sind jedoch überzeugt, dass wir mit dieser Neuausrichtung und Bündelung in größere Filialen unsere Kunden künftig noch besser und individueller beraten können." Darum soll die Sparkasse Schweinfurt-Haßberge weiterhin in der gesamten Region an über 40 Standorten mit Filialen und SB-Angebot vertreten sein. Auch die Bargeldversorgung wird flächendeckend sichergestellt bleiben und durch  alternative Angebote ergänzt. Die Ansprechpartner für die Kunden sollen sich, so weit möglich, nicht ändern: "Wir verfolgen das Ziel, dass unsere Kunden weiterhin von ihren vertrauten Beratern betreut werden Es wird im Rahmen der Filialschließungen keine betriebsbedingten Kündigungen geben", verspricht die Sparkasse.

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