Drei siegreiche Teilnehmer aus der Region

Bayrischer Umweltpreis geht nach Mainfranken

Drei Betriebe aus der Region Unterfranken haben den „Bayerischen Klimapreis Landwirtschaft, Garten- und Weinbau“ gewonnen. Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber verlieh die jeweils mit 3.000 Euro dotierte Auszeichnung an den Gartenbaubetrieb Reinhard Busigel aus Albertshofen (Landkreis Kitzingen) sowie gemeinschaftlich an das Weingut am Stein von Ludwig und Sandra Knoll aus Würzburg und die VINAQUA-Genossenschaft aus Volkach (Landkreis Kitzingen).

„Der Preis ist eine verdiente Anerkennung für ihre innovativen Ideen und Konzepte“, sagte die Ministerin. Denn schließlich sei der Klimawandel gerade für die Landwirtschaft im Freistaat eine gewaltige Herausforderung. Umso wichtiger sei es, für Landwirtschaft, Wein- und Gartenbau praxistaugliche Ideen und Strategien zu entwickeln.

Der Gartenbaubetrieb Reinhard Busigel wurde mit dem Umweltpreis in der Kategorie Landwirtschaft für sein ganzheitliches Energiekonzept ausgezeichnet. Das Unternehmen gilt als bayernweiter Pionier bei energieeffizienten Gewächshäusern.

Das Weingut am Stein wurde in der Kategorie Weinbau für sein Betriebskonzept prämiert. Dieses umfasst Maßnahmen zur Energieeffizienz, Steillagennutzung ohne Bewässerung für Spitzenweine und arbeitseffiziente Formen der Begrünung für den Erosionsschutz in Steillagen. „Der Betrieb zeigt, dass moderner Klimaschutz und Anpassung an Witterungsextreme mit hoher Ästhetik vereinbar sind und trägt durch die Steillagennutzung dazu bei, das typische unterfränkische Landschaftsbild zu erhalten“, heißt es zu dem Konzept in einer Mitteillung des Umweltministeriums.

Das Volkacher Trinkwasserschutz-Projekt VINAQUA erhielt ebenfalls den Preis in der Kategorie Weinbau. Die Jury zeichnete das Vorhaben für die „erfolgreiche Verringerung der Erosion und der Nitratausträge aus den Weinbergen durch Dauerbegrünung“ aus.

Die Sieger wurden von einer Expertenjury aus insgesamt 23 Bewerbungen ausgewählt. In der Kategorie Landwirtschaft gab es dabei 15 Bewerber sowie je vier in den Kategorien Gartenbau und Weinbau. Dem Gremium gehörten unter anderem  Vertreter der angewandten Forschung, der einschlägigen berufsständischen Vertretung sowie dem bayerischen Umweltministerium an.  

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