Krankenhausbetreiber

Rhön-Klinikum verzeichnet Umsatzplus im ersten Halbjahr

Campus Bad Neustadt der Rhön-Klinikum AG
Der Krankenhausbetreiber Rhön-Klinikum hat im ersten Halbjahr 2018 einen Umsatz von 620,2 Millionen Euro erwirtschaftet. Das entspricht einem Plus von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1. Hj. 2017: 598,4 Mio. Euro).

„Die solide wirtschaftliche Entwicklung hat sich in den ersten sechs Monaten weiter fortgesetzt“, sagte Stefan Holzinger, Vorstandsvorsitzender des in Bad Neustadt an der Saale ansässigen Konzerns, anlässlich der Vorstellung der Halbjahresbilanz der Rhön-Klinikum AG. 

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 51,1 Mio. Euro und damit 1,8 Prozent über dem Niveau der ersten Jahreshälfte des Vorjahres (1. Hj. 2017: 50,2 Mio. Euro). Unterm Strich stand für den Konzern ein Gewinn von 17,6 Mio. Euro, was einem Zuwachs von 4,1 Prozent entspricht (1. Hj. 2017: 16,9 Mio. Euro). Der Aktienkurs des Unternehmens vollzog indes im ersten Halbjahr einen deutlichen Abwärtstrend. Nach einem Höchststand von 31,70 Euro am 31. Januar dieses Jahres sank der Kurs bis zum 28. Juni auf einen Tiefstwert von 24,76 Euro. Aktuell (Stand 3. August) wird das Wertpapier für knapp über 26 Euro gehandelt. Die Zahl der Patienten an den fünf Standorten des Klinik-Konzerns erhöhte sich um 2,2 Prozent auf 432.317 Personen.

Im Laufe des ersten Halbjahr 2018 hat Rhön-Klinikum zwei personelle Wechsel im Vorstand vorgenommen. Zum 1. Mai wurde Gunter K. Weiß vom Konzern-Aufsichtsrat einstimmig als neuer Chief Operating Officer in den Vorstand gewählt. Gleichzeitig wurde Martin Siebert, ebenfalls einstimmig, mit sofortiger Wirkung vom Aufsichtsrat als Vorstand abberufen.

Umsatzerwartung von 1,24 Milliarden Euro für das Gesamtjahr

Für das laufende Geschäftsjahr 2018 rechnet der Konzern mit einem Umsatz von 1,24 Milliarden Euro in einer Bandbreite von fünf Prozent nach oben und unten. Beim EBITDA erwartet die Klinikkette einen Betrag zwischen 117,5 und 127,5 Millionen Euro. Darin inbegriffen ist ein Einmaleffekt in Höhe von rund 20 Millionen Euro durch die Einigung über die Trennungsrechnung an der Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH (UKGM). Die Rhön-Klinikum AG hält einen Anteil von 95 Prozent an dem Krankenhaus-Unternehmen. Durch die Einigung erhält die UKGM künftig zusätzliche 15 Millionen Euro Finanzmittel pro Jahr von der hessischen Landesregierung.

Bis zum Jahreswechsel 2018/2019 will Rhön-Klinikum seinen neuen Campus in Bad Neustadt eröffnen. Das Campus-Konzept soll anschließend auch auf die anderen Klinik-Standorte des Konzerns ausgerollt werden.

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