Konjunkturanalyse der IHK Mainfranken

Unternehmen bewerten Aussichten noch vorsichtig

Zu Jahresbeginn erkennen mainfränkische Unternehmen eine behutsame Aufhellung des Klimas.

„Die Unternehmen zeigen sich zum Jahresauftakt nicht mehr so skeptisch wie noch vor einigen Monaten, doch der Ausblick bleibt verhalten“, kommentierte IHK-Präsident Dr. Klaus D. Mapara beim Jahresauftakt-Pressegespräch die konjunkturellen Perspektiven der Region. Der IHK-Konjunkturklimaindikator, der Lageeinschätzungen und Erwartungen der mainfränkischen Betriebe zu gleichen Teilen berücksichtigt, erreicht einen Wert von 113 Punkten und ist nach fünf Rückgängen in Folge erstmals wieder angestiegen.

91 Prozent bewerten Geschäftslage als gut oder zufriedenstellend

Nach wie vor positiv beurteil die Mehrheit der Unternehmen die wirtschaftliche Lage  - und nimmt damit eine ähnliche Erwartungshaltung ein wie im vorigen Herbst. Insgesamt bewerten 91 Prozent der Firmen die laufenden Geschäfte mit „gut“ oder „zufriedenstellend“, neun Prozent erwarten eine negative Entwicklung. Per Saldo erreichen die Lagebeurteilungen mit 33 Punkten zwar erneut ein überdurchschnittlich hohes Niveau, dennoch entspricht dies dem niedrigsten Stand seit vier Jahren. „Die Inlandsnachfrage bleibt konjunktureller Stabilitätsanker, das Auslandsgeschäft gestaltet sich hingegen schwierig“, so Mapara weiter.  

Pessimisten haben leicht die Oberhand

Mit Blick auf das Gesamtjahr 2020 überwiegen die Pessimisten (21 Prozent) leicht gegenüber den Optimisten (17 Prozent). Die Mehrheit von 62 Prozent geht aber davon aus, dass sich die Geschäfte im Jahresverlauf stabil entwickeln werden. „Der mainfränkischen Wirtschaft steht ein herausforderndes Jahr bevor. Die Einschätzungen unserer Unternehmen deuten auf eine Seitwärtsbewegung der regionalen Konjunktur hin. Große Sprünge – nach oben wie nach unten – sind nach derzeitigem Stand nicht zu erwarten“, resümiert der IHK-Präsident.  

Lage am Arbeitsmarkt "eher restriktiv"

Trotz verhaltener Zukunftsaussichten sind die Investitionsplanungen der mainfränkischen Unternehmen aufwärtsgerichtet, Produktinnovationen und der Umweltschutz gewinnen dabei mehr und mehr an Bedeutung. Die Beschäftigungspläne sind hingegen eher restriktiv: Zwei Drittel der Unternehmen planen, ihre Belegschaftsgröße konstant zu halten. 14 Prozent möchten Stellen aufbauen, gut jeder Fünfte Jobs streichen. „Der positive Trend am Arbeitsmarkt dürfte sich in den kommenden Monaten nicht wie bisher fortsetzen“, so Mapara. „Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel das Konjunkturrisiko Nummer eins. Auch heute berichten uns viele Unternehmen, dass sie keinen Ersatz für ausscheidende Mitarbeiter finden oder neue Stellen nicht bzw. nur mit großer zeitlicher Verzögerung besetzen können. Der Stellenabbau ist folglich nicht von allen Unternehmen gewollt.“  

Standort zukunftsfähig gestalten  

„Glücklicherweise zeigt sich die mainfränkische Wirtschaft robust, sodass – noch – Zeit zum Handeln bleibt. Aber es ist 5 vor 12 – wir brauchen dringend umfangreiche Reformen“, fordert der IHK-Präsident. „Ob Bildung, Infrastruktur, Klimapolitik oder Steuerrecht, der Wirtschaftsstandort Deutschland – und natürlich auch Mainfranken – muss fit für die Zukunft gemacht werden. Was wir brauchen, ist eine aktive, wettbewerbsorientierte Wirtschaftspolitik, die Anreize für Investitionen setzt. Eine Wirtschafts- und Industriepolitik, die aus Sicht der Unternehmen schneller und entschiedener stattfinden muss; angefangen bei Reformen des Steuersystems über eine generell mittelstandsfreundliche Politik bis hin zum Bürokratieabbau“, fordert Mapara.  

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Pessimisten haben leicht die Oberhand

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Trotz verhaltener Zukunftsaussichten sind die Investitionsplanungen der mainfränkischen Unternehmen aufwärtsgerichtet, Produktinnovationen und der Umweltschutz gewinnen dabei mehr und mehr an Bedeutung. Die Beschäftigungspläne sind hingegen eher restriktiv: Zwei Drittel der Unternehmen planen, ihre Belegschaftsgröße konstant zu halten. 14 Prozent möchten Stellen aufbauen, gut jeder Fünfte Jobs streichen. „Der positive Trend am Arbeitsmarkt dürfte sich in den kommenden Monaten nicht wie bisher fortsetzen“, so Mapara. „Gleichzeitig bleibt der Fachkräftemangel das Konjunkturrisiko Nummer eins. Auch heute berichten uns viele Unternehmen, dass sie keinen Ersatz für ausscheidende Mitarbeiter finden oder neue Stellen nicht bzw. nur mit großer zeitlicher Verzögerung besetzen können. Der Stellenabbau ist folglich nicht von allen Unternehmen gewollt.“  

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„Glücklicherweise zeigt sich die mainfränkische Wirtschaft robust, sodass – noch – Zeit zum Handeln bleibt. Aber es ist 5 vor 12 – wir brauchen dringend umfangreiche Reformen“, fordert der IHK-Präsident. „Ob Bildung, Infrastruktur, Klimapolitik oder Steuerrecht, der Wirtschaftsstandort Deutschland – und natürlich auch Mainfranken – muss fit für die Zukunft gemacht werden. Was wir brauchen, ist eine aktive, wettbewerbsorientierte Wirtschaftspolitik, die Anreize für Investitionen setzt. Eine Wirtschafts- und Industriepolitik, die aus Sicht der Unternehmen schneller und entschiedener stattfinden muss; angefangen bei Reformen des Steuersystems über eine generell mittelstandsfreundliche Politik bis hin zum Bürokratieabbau“, fordert Mapara.  

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